In drei Wochen einmal quer durch den Westen der USA: Von der glitzernden Reizüberflutung in Las Vegas über beeindruckende Nationalparks wie den Grand Canyon und Yosemite, weiter nach Los Angeles mit seinem Hollywood-Vibe und schließlich ins charmante San Francisco. Unser Roadtrip war gespickt mit Highlights, endlosen Highways, staubigen Abenteuern – und ja, auch mit dem ein oder anderen Tankfail mitten im Nirgendwo.




Bevor ich euch gleich von unserem Flug erzähle, gibt’s erstmal ein paar wichtige Basics, die ihr auf dem Schirm haben solltet, bevor ihr überhaupt Richtung Westküste abhebt:
Hier die wichtigsten Vorab-Checks:
- ESTA:
Ohne ESTA kein USA-Trip! Das ist die elektronische Reisegenehmigung, die ihr spätestens 72 Stunden vor Abflug beantragen müsst – am besten aber direkt, sobald ihr gebucht habt. Mehr Infos im Anschluss an die Checkliste. - Reisepass-Check
Gültiger Reisepass? Mindestens bis zum Rückflugdatum? Wenn nicht – ab zum Amt! Ein Personalausweis reicht für die USA nämlich nicht aus. - Kreditkarte oder Bargeld? Am besten beides.
Zwischeninfo: Wir waren zu viert unterwegs und in den USA bekommt man fast immer eine Gesamtrechnung – egal ob im Diner, im Café oder beim Eintritt irgendwo. Heißt: Einer zahlt alles (gerne dann auch mit Karte) und die anderen legen ihren Anteil in bar drauf. Das funktioniert super easy, wenn man ein bisschen Bargeld dabei hat. Und mal ehrlich: Ein bisschen Cash in der Tasche schadet nie. Spätestens in Las Vegas im Casino ist es ganz praktisch, mal einen Schein in der Hand zu haben. - Tipp für Gruppenreisen: Budget-Organisation mit Splitwise.
Wir nutzen immer die App Splitwise, um Ausgaben fair zu teilen. Jeder trägt ein, was er bezahlt hat, und die App rechnet automatisch aus, wer wem wie viel schuldet. Mega hilfreich, vor allem am Ende der Reise – kein Streit, kein Rechnen, kein Chaos. Gibt’s kostenlos und funktioniert auch offline! - Roaming oder eSIM?
Wir haben uns vorab eine eSIM mit Datenvolumen für die USA geholt – super easy, direkt übers Handy aktivierbar, und man ist sofort nach der Landung online (praktisch fürs Navi oder Uber). Alternativ: Roaming-Pakete vom eigenen Anbieter checken oder vor Ort eine SIM holen. - Adapter-Check:
Checkt nicht nur, dass ihr den richtigen Adapter zu Hause habt, sondern auch, dass der richtige im Koffer gelandet ist. Auch dazu ein paar Infos im Anschluss.

Einreise: Visum / EsTA
Bevor ihr überhaupt in den Flieger Richtung USA steigt, braucht ihr ein sogenanntes ESTA – das ist die „Electronic System for Travel Authorization“, also eine elektronische Reisegenehmigung, die ihr unbedingt vorab beantragen müsst, wenn ihr als Tourist (bis zu 90 Tage) in die USA reisen wollt.
Den Antrag kannst du ganz leicht online über die offizielle Seite stellen:
Die Kosten liegen bei 21USD und euer EsTa ist 2 Jahre lang gültig, auch für mehrere Einreisen innerhalb der Frist.
Der Antrag ist meist sehr schnell bearbeitet, kann aber bis zu 72 Stunden dauern.
Gleiches EsTA – anderer Zielort
Wir hatten noch ein gültiges ESTA von unserer New York-Reise vor einem Jahr. Und dann kam natürlich die große Frage: Brauchen wir ein neues? Müssen wir die Adresse ändern?
Im Antrag gibt man nämlich an, wo man sich in den USA aufhält – bei uns war das noch eine Adresse in New York. Jetzt wollten wir aber an die Westküste, also völlig andere Ecke. Da wir allgemein in der aktuellen Situation sehr verrückt gemacht wurden wegen der Einreise, hatte ich schon etwas Angst, dass hier etwas schief geht. Aber nein! Wie immer alles mehr Panik-Macherei als alles andere. Bei uns hat alles super funktioniert!
Noch ein kleiner Tipp:
Achtet beim ESTA darauf, dass alle Angaben korrekt sind – insbesondere die Reisepassnummer und euer vollständiger Name (genau wie im Pass!). Ein kleiner Zahlendreher kann das ganze Ding ungültig machen.
MPC – Mobile Passport Control:
Bevor wir losgeflogen sind, haben wir uns noch mit dem Thema MPC – Mobile Passport Control beschäftigt. Das ist eine offizielle App von der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde, mit der ihr eure Passdaten und Zollerklärung schon vor der Einreise per Handy abgeben könnt. Das Ziel: schneller durch die Kontrolle kommen und nicht in der ewig langen Schlange stehen.
Wir also ganz motiviert: App runtergeladen, registriert, alles vorbereitet. Und dann?
Tja… am Flughafen in Las Vegas gab’s den MPC-Schalter einfach nicht. Einmal mitgedacht und trotzdem gefailed. Aber naja.
Die Idee hinter MPC ist natürlich trotzdem richtig gut finde ich, aber nur hilfreich, wenn der Ankunftsflughafen auch teilnimmt. In großen Airports wie Miami, JFK (New York), LAX (Los Angeles), Chicago O’Hare oder Atlanta ist MPC oft verfügbar. In Las Vegas leider nicht.
Trotzdem: Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur ein paar Minuten. Wenn ihr vielleicht woanders landet, kann’s sich definitiv lohnen.
Es gibt auch noch das RTP – Registered Traveler Program – ein Programm für wiederkehrende Besucher. Dies soll so ähnlich funktionieren wie das MPC und euch die Einreise erleichtern. Da wir uns vorab nur mit dem MPC beschäftigt haben, kann ich euch an dieser Stelle zum RTP leider keine weiteren Infos liefern. Zumindest noch nicht 😉
Adapter – kleiner Stecker, großes Drama
Ja, ja… was soll ich sagen. Ganz organisiert wie ich bin hab ich den alten USA-Adapter eingepackt – dachte ich zumindest. Im Hotel dann voller Stolz die Tasche aufgemacht… und zack: Großbritannien-Adapter. 🙃
Runde Pins statt flache Stecker – passt natürlich überhaupt nicht.
Also blieb uns nichts anderes übrig als im Hotelshop neue Adapter zu kaufen. Und wow – die waren richtig teuer. Aber gut, ohne Strom kein Handy, keine Kamera, kein Glätteisen – also mussten wir wohl oder übel zuschlagen.
Daher hier nochmal der ultimative Adapter-Check:
Typ A oder B (die mit den zwei flachen Pins).
Bestellt die am besten vorab bei Amazon oder irgendwo günstig – oft gibt’s sogar praktische 2er-Packs mit USB-Anschlüssen, perfekt zum Handyladen.


Mietwagen – groß, größer, unser 7-Sitzer
Wir haben unseren Mietwagen über Booking gebucht und ehrlich gesagt: ein richtiges Schnäppchen gemacht! Für knapp 3 Wochen, 4 Personen, 975 € – da kann man wirklich nicht meckern.
Da wir zu viert unterwegs waren und auch mit entsprechend Gepäck gereist sind, waren wir schon auf ein großes Auto angewiesen. Also haben wir einen 7-Sitzer gebucht – und ein Schiff bekommen!
Also ja, riesengroß, aber auch ultra bequem, mit allem ausgestattet was man braucht (und irgendwie auch nicht braucht) – und ganz ehrlich… wir haben uns schon ziemlich geil gefühlt mit dem Auto durch die USA zu reisen.
Wichtiger Hinweis zum Tanken – ernsthaft!
Jetzt kommt der Klassiker:
Fragt. Am. Schalter. Was. Das. Auto. Tanken. Muss.
Wir haben das nicht gemacht. Aber hey was wäre ein Urlaub ohne die passende „Das-glaubt-mir-keiner-Story“. Am ersten Abend unserer Tour wollten wir dann tanken. Natürlich haben wir auch die einzige Tankstelle in den drei Wochen erwischt, bei der es Diesel und Benzin gab und so kam die Frage auf: Was muss da jetzt rein in das Schiff? Ums mal abzukürzen: Einer der Mitreisenden (ich nenne hier keine Namen) hat anhand des Motorgeräuschs gehört und anhand der Drehzahl erkannt, das muss ein Diesel sein….
Spoiler: Es war natürlich Benzin, wie bei 99 % der US-Autos.


Kleines AVIS-Lob – auch wenn’s erstmal stressig war
Was man vielleicht noch wissen sollte: Als wir getankt haben, standen wir irgendwo im Nirgendwo am Bryce Canyon. Und es war bereits 20 Uhr.
Die nächste AVIS-Station war vier Stunden entfernt. Wir hatten also kurz das Gefühl, dass unser Roadtrip da endet.
Aber: AVIS hat einen 24-Stunden-Service, der auch tatsächlich erreichbar war – was schon mal mega positiv ist. Dass sie uns nicht mitten in der Nacht ein Ersatzauto bringen, ist irgendwo auch verständlich, auch wenn’s im Moment einfach nur nervig war. Aber am nächsten Tag um 15 Uhr stand da ein Mitarbeiter mit unserem neuen Wagen. Genauso groß, genauso geil. Schlüsselübergabe und fertig. Ging super unkompliziert.
Unser Fazit zu AVIS:
Trotz Stress und blöder Situation: Service top, Kommunikation gut, Ersatz kam schnell – wir würden wieder bei AVIS buchen. Klare Empfehlung! Nur selbst mal etwas mehr nachfragen.
Straßenverkehr in den USA
Fahren in den USA ist grundsätzlich easy going, aber es gibt ein paar Unterschiede zu Deutschland, die man vorab kennen sollte – sonst wird’s peinlich, teuer oder gefährlich.
Hier die wichtigsten Regeln & Dinge, die wir gelernt haben:

- Rechts abbiegen bei Rot
Ja, ihr dürft an vielen Kreuzungen bei Rot rechts abbiegen – aber nur wenn kein Schild „No Turn on Red“ das verbietet. Also erst komplett anhalten, schauen, dann abbiegen!
- 4-Way-Stop-Schilder
Klassiker auf US-Kreuzungen: Alle haben Stop, aber wer zuerst kommt, fährt auch zuerst. Klingt nach Chaos, funktioniert aber erstaunlich gut. Fair bleiben – und bloß nicht drängeln.
- Schulbus-Regel (wichtig!)
Hält ein gelber Schulbus mit blinkenden Lichtern und ausgeklapptem Stopp-Schild? Sofort anhalten! Und zwar in beide Richtungen, auch wenn ihr auf der Gegenspur seid. - Tempolimits
Alles in mph (Meilen pro Stunde) – nicht km/h. Innerorts: meist 25–35 mph (~40–55 km/h), Highways: oft 65–75 mph (~105–120 km/h) - Carpool Lanes
Auf manchen Highways gibt’s extra Spuren für Fahrgemeinschaften – erkennt ihr an Rauten auf der Fahrbahn. Nur benutzen, wenn mind. 2 Personen im Auto sitzen. - Polizeikontrolle? Ruhig bleiben
Wenn ihr rausgewunken werdet: Hände ans Lenkrad, sitzen bleiben, nicht aussteigen! Die Polizei in den USA ist da sehr streng – alles easy, solange ihr ruhig und freundlich bleibt. - Parkregeln
Rote Bordsteinkante = verboten I Gelb = oft nur für Be- und Entladen I Hydranten freihalten - Parkticket kaufen
Oft gibt es pro Parkplatz einen eigenen Parkautomat. Die Automaten sind meist mit Kreditkarte oder Park-App nutzbar, viele aber auch oldschool mit Münzen. Guckt auch hier immer was auf dem Automaten steht – manchmal muss man das Kennzeichen eingeben, manchmal den Platzcode, manchmal gar nix.




Unsere Route & warum eine genaue Planung manchmal doch ganz gut ist
Bei unserem USA-Roadtrip war’s einfach nötig alles bis ins Kleinste genau zu planen. Warum? Weil’s halt keine „wir schauen mal, was wir morgen machen“-Reise war, sondern ein richtig fetter Roadtrip mit vielen Stationen, Entfernungen und Parks, für die man teilweise Tickets vorbuchen muss.
Und auch wenn wir natürlich unterwegs ein paar Sachen spontan gemacht (oder über den Haufen geworfen) haben – eine grobe Route und ein Zeitplan haben uns echt den Hintern gerettet.
Ich hab uns sogar einen kleinen „DIY-Reiseführer“ gebastelt – mit Route, Highlights, Wanderzeiten in den Nationalparks und ner Übersicht, wo wir wie lange bleiben.
Falls ihr den haben wollt: Schreibt mir einfach bei Insta, ich schick ihn euch gern!
Warum’s sich auch für den Geldbeutel lohnt
Klar, die großen Kosten hat man vorher: Flug, Mietwagen, Unterkünfte.
Aber: Vor Ort kommt nochmal richtig was drauf – Essen, spontane Aktivitäten, Eintrittspreise, Tanken, Snacks (oh ja). Wenn man vorher ungefähr weiß, was an welchem Tag ansteht, kann man auch das Budget besser im Blick behalten.


Kostenübersicht
Hier mal eine kleine Übersicht, was wir schon vor der Reise gebucht und bezahlt haben.
Essen, Snacks, Souvenirs & Co. sind hier noch nicht drin – die liefen extra und haben uns vor Ort nochmal ca. 2000€ gekostet:
Das Esta ist für uns hier nicht mit aufgeführt, da wir unseres ja wie gesagt noch von unserer New York Reise hatten. Wenn ihr zum ersten Mal in die USA fliegt, kommen diese Kosten auch noch hinzu.
Preise für Mietwagen oder den Annuall Pass wurden durch 4 Personen geteilt, die Kosten in der Tabelle beziehen sich immer pro Person.
| Flug | 668,83€ |
| Hotel Frankfurt vor Abflug | 51,5€ |
| Hotel Vegas I | 159,75€ |
| Hotel Kanab | 93,25€ |
| Hotel Tusayan | 66,25€ |
| Hotel Kingman | 45,25€ |
| Hotel Palm Springs | 59,1€ |
| Hotel Los Angeles | 494€ |
| Hotel San Francisco | 202,75€ |
| Hotel Lindsay | 60€ |
| Hotel Vegas II | 162,54€ |
| Parken Vegas 2 Nächte | 45€ |
| Annuall Pass | 19€ |
| Disneyland + Parkticket | 222,07€ |
| Universal Studios | 132€ |
| Antelope Canyon | 79,57€ |
| Mietwagen | 243,83€ |
| Alcatraz | 50€ |
Unsere geplante Route (die wir fast durchgezogen haben – trotz Tank-Unfall):
- Flug nach Las Vegas: 2 Nächte Vegas
- Tagestrip von Las Vegas: Valley of Fire, Zion Nationalpark, Bryce Canyon, mit Übernachtung in Kanab
- Weiter zu Antelope Canyon & Horseshoe Ben, Übernachtung in Tusayan
- Grand Canyon, dann Route 66 über Seligman bis Kingman, Übernachtung in Kingman
- Weiter über Oatman zum Joshua Tree Nationalpark, Pioneertown & Palm Springs, Übernachtung in Palm Springs
- Danach ab nach Los Angeles – 6 Nächte dort inkl. Tagesausflug ins Disneyland, Universal Studios und nach San Siego
- Dann über den Highway 1 an der Küste entlang bis nach San Francisco, 3 Nächte San Francisco
- 1 Tag im Yosemite Nationalpark, Übernachtung in Lindsay
- Von dort durchs Death Valley zurück nach Las Vegas – nochmal 2 Nächte zum Abschluss
Und ja – unser Tank-Drama hat den Plan kurzzeitig gesprengt. Aber alles halb so wild. Dazu später mehr.
Wichtig ist: Route vorher checken, Distanzen nicht unterschätzen und realistisch bleiben, was man an einem Tag schafft.



Unsere Westcoast-Tour startet!
Wir haben uns bewusst dazu entschieden, in Las Vegas zu starten – und zwar nicht nur, weil wir damit perfekt unsere Tour durch die Nationalparks beginnen konnten, sondern auch, weil der Jetlag uns hier in die Karten spielte. Früh starten? Kein Problem.
Nachdem wir also vier Tage Las Vegas hinter uns hatten (hier geht’s zum Las-Vegas-Blog), ging es um 6 Uhr morgens los.
Vor uns lagen fünf Nationalparks, unzählige Wanderungen, viele Stopps in kleinen Städten und Ortschaften und insgesamt satte 1.747 Kilometer Strecke. Dazu kommen vier Bundesstaaten, die wir durchqueren würden, ein Wechsel der Zeitzonen – und was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Es würde auch einige spontane Umplanungen geben, ein neues Auto, extra Fahrten hin und zurück, um nichts zu verpassen – und ein bisschen Chaos.
Aber genau das macht so einen Roadtrip ja auch aus, oder? Also: Los geht’s!
Bevor wir losgefahren sind, haben wir uns bei Walmart für etwa 20$ eine Kühlbox fürs Auto gekauft – wahrscheinlich eine der besten Investitionen überhaupt! So konnten wir den ganzen Tag über kühle Getränke und Snacks dabei haben. Morgens haben wir an der Tankstelle einfach frisches Eis nachgefüllt, und unser Essen blieb den ganzen Tag frisch und lecker. Das hat uns echt viel Komfort auf der langen Fahrt gebracht.

Tag 1: Nationalparks, Autopannen & viel Action
Wir hatten uns vorgenommen, am ersten Tag gleich drei Nationalparks abzuklappern: Valley of Fire, Zion Nationalpark und den Bryce Canyon. Kleiner Tipp vorweg: Drohnen sind überall verboten – wussten wir nicht, aber eine Frau, die wir beim Wandern getroffen haben, hat uns davor gewarnt. Sonst wäre es richtig teuer geworden.
Valley of Fire
Wir starteten morgens von Las Vegas aus, die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Der Eintritt kostet pro Auto 10$. Schon bei der Einfahrt wurden wir mit einem eindrucksvollen Schild begrüßt, das vor der extremen Hitze warnte – dort stand tatsächlich, dass man wegen der Hitze sterben könne. Also wirklich kein Spaß, besonders im Sommer. Deshalb unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen!
Im Valley of Fire wollten wir vor allem zur berühmten Fire Wave wandern. Der Wanderweg beginnt am Parkplatz 3 und dauert etwa 30-40 Minuten (hin und zurück). Leider war die Wanderung an unserem Tag wegen der Hitze gesperrt – was echt schade war, aber im Nachhinein total verständlich.






Im Park gab es am Eingang dann eine Karte mit der Info, dass viele Strecken wegen der Hitze gesperrt sind. Diese hab ich euch hier mal mit reingepackt. Ob man die Infos vorher online bekommen hätte, wissen wir nicht genau, aber gut zu wissen fürs nächste Mal. Trotz der Hitze haben wir alle anderen zugänglichen Spots im Park abgeklappert und fanden die Landschaft echt beeindruckend. Die knallroten Felsen, die bizarren Felsformationen und die Weite sind einfach einmalig.
Auch wenn ich die Fire Wave mega gern gesehen hätte, war ich bei über 40 Grad lieber vorsichtig und habe auf den langen Hike verzichtet.
Fun Facts zum Valley of Fire:
- Es ist Nevadas ältester State Park, gegründet 1935.
- Die markanten roten Sandsteinformationen entstanden vor etwa 150 Millionen Jahren durch die Versteinerung von Sanddünen.
- Das Valley of Fire war auch Drehort für Filme wie „Transformers“ und „Star Trek Generations“.
- Neben der Fire Wave gibt es auch beeindruckende Punkte wie „Elephant Rock“, „Mouse’s Tank“ und „Atlatl Rock“ mit alten Felszeichnungen.
- Im Park gibt es diverse Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, von kurzen Spaziergängen bis zu längeren Hikes.
- Wegen der Hitze ist der Frühling oder Herbst die beste Reisezeit.
Alles in allem ein perfekter Auftakt für unseren Roadtrip – spektakuläre Landschaft, faszinierende Natur und der erste Vorgeschmack auf das, was noch kommt!

Zion Nationalpark
Nach dem Valley of Fire ging es für uns weiter zum Zion Nationalpark, der etwa 2 Stunden Fahrt entfernt liegt.
Der Eintritt kostet 25$ pro Auto, aber wir haben direkt vor Ort den Annual Pass für alle Nationalparks gekauft – der lohnt sich, wenn man mehrere Parks besucht, und war total unkompliziert beim Einfahren. Man bekommt auch eine praktische Karte mit allen Wanderwegen und Highlights. Mehr zum Pass gibts am Ende des Artikels.
Zion ist echt riesig und bietet unfassbar viel zu sehen. Man könnte hier locker einen ganzen Tag (oder mehr) verbringen. Viele der schönsten Plätze sind aber nur mit dem Shuttle erreichbar, da die Parkstraßen für den privaten Verkehr gesperrt sind. Wir hatten aber Glück und konnten direkt an unserem Wanderstartplatz parken – was echt selten ist, denn die Parkplatzsituation ist oft schwierig.
Wir haben uns für den Canyon Overlook Trail entschieden. Die Wanderung ist etwa 1 Stunde (hin und zurück) lang und perfekt für einen ersten Einblick in die beeindruckende Landschaft. Der Weg ist nicht zu schwer, aber der Ausblick am Ende ist einfach Wahnsinn – man blickt auf den tief eingeschnittenen Zion Canyon mit seinen steilen, roten Felswänden.
Es war echt beeindruckend, wie grün und gleichzeitig majestätisch der Canyon wirkt, und das alles vor diesem knallblauen Himmel.





Zion hat auch noch viele andere Highlights wie den Emerald Pools Trail, die Narrows (eine Wanderung durch einen Fluss) oder den Observation Point. Wer viel Zeit hat, sollte unbedingt mehrere Trails ausprobieren oder sogar Campen gehen. Ebenfalls im Zion Nationalpark ist der bekannte Angels Landing Trail. Jedoch sind die Wege nicht mit dem normalen Auto zu erreichen, man muss mit dem Shuttle hin. Das war leider dann zeitlich nicht mehr möglich, da wir noch einen weiteren Park vor uns hatten.
Bryce Canyon
Nach dem beeindruckenden Zion Nationalpark ging es für uns weiter zum Bryce Canyon, der noch mal etwa 1,5 bis 2 Stunden Fahrt entfernt liegt.
Der Eintritt kostet 30$ pro Auto, aber auch hier gilt der Annual Pass, den wir ja schon hatten, sodass wir nichts extra zahlen mussten.
Der Bryce Canyon ist bekannt für seine einzigartigen, bizarren Felsformationen – die sogenannten Hoodoos. Das sind diese spitzen, turmartigen Steinsäulen, die in der Landschaft fast wie eine natürliche Skulpturengalerie aussehen. Die Farben sind der Hammer – von knalligem Orange über Rot bis hin zu einem zarten Weiß ist alles dabei.

Wir haben uns für eine Wanderung am Sunset Point entschieden, von wo aus mehrere Trails starten. Unser Weg hat etwa 1,5 bis 2 Stunden gedauert, war gut ausgeschildert und führte uns durch die schönsten Hoodoo-Formationen. Es fühlt sich fast an wie in einer anderen Welt – total surreal und mega fotogen.





Besonders cool fanden wir, wie die Sonne die Felsen je nach Tageszeit unterschiedlich anstrahlt und so immer wieder neue Farben und Schatten entstehen.
Auch wenn wir nach einem langen Tag schon ziemlich müde waren, hat sich die Wanderung auf jeden Fall noch gelohnt und war ein perfekter Abschluss für unseren ersten Tag mit gleich drei Nationalparks.
Der große Tank-Fail
Das war unsere letzte Station für den Tag. Danach standen noch etwa 2 Stunden Fahrt zu unserer Unterkunft, dem White Camel in Kanab, an. Zur Unterkunft selbst kann ich nicht viel sagen, aber als wir am nächsten Tag daran vorbeigahren sind, fiel uns auf, dass sie einfach direkt an der Straße liegt – und nicht, wie auf den Fotos, mitten im Nirgendwo. Das hat dem Ganzen leider etwas den Charme genommen.
Bevor wir dort ankamen, wollten wir noch tanken – und hier passierte dann das Malheur: Statt Benzin haben wir Diesel getankt und steckten fest. Der Ort, an dem das passierte, hatte eigentlich keinen richtigen Namen, irgendwie hieß dort alles Ruby’s Inn. Es gab sogar eine Rodeo-Station dort. Hätten wir vorher gewusst, was passiert, wären wir wahrscheinlich einfach dort geblieben und hätten uns das mal angesehen.



Wir haben uns dann schnell ins Best Western einquartiert, auf dessen Parkplatz wir gestrandet sind. Eigentlich war der Plan, am nächsten Morgen um 9 Uhr den Antelope Canyon zu besuchen. Leider konnten wir erst um 8 Uhr morgens bei Avis anrufen und uns um ein neues Auto kümmern, weswegen wir die Tour stornieren mussten. Die Mitarbeiter dort waren super nett und boten uns an, die Tour einen Tag später nachzuholen. Dafür mussten wir zwar einen Aufpreis von 10$ zahlen, aber angesichts dessen, dass die Tour eigentlich ausgebucht war, war das echt großzügig.
Auf dem Parkplatz trafen wir außerdem zwei Pärchen, die gerade aus ihrem Auto ausgestiegen sind. Die blieben ganze zwei Stunden bei uns, halfen uns, das Problem mit dem Auto zu regeln, und waren einfach super lieb! Sie boten uns sogar an, bei ihnen zu übernachten, falls wir kein Zimmer mehr finden sollten. Sie meinten auch, wir sollten etwas essen gehen, während sie sich weiter kümmerten. Aber uns war vor Aufregung nicht wirklich nach Essen.
Tag 2: Neuer Plan – Horseshoe Bend und Grand Canyon
Da unser Auto erst am Nachmittag kam, mussten wir unseren Plan für Tag 2 anpassen. Statt früh am Morgen in den Antelope Canyon zu starten, haben wir den Vormittag erst mal entspannt angehen lassen. Eis essen, ein bisschen die Gegend erkunden und um ca. 15 Uhr kam dann endlich das neue Auto.
Dann ging die Reise weiter: Wir sind an dem Tag noch am Horseshoe Bend vorbeigefahren. Die Wanderung im Horseshoe Bend mit Blick auf den Colorado River dauert etwa 30–40 Minuten inklusive Fotostopp. Der Eintritt ist kostenlos, der Parkplatz kostet 10$.





Grand Canyon zum Sonnenuntergang
Von dort aus ging es weiter durch den Grand Canyon bis zu unserer Unterkunft. Was ich vorher nicht wusste: Zu unserer Unterkunft in Tusayan kommst du nur, wenn du durch den Grand Canyon fährst. Da wir erst abends ankamen, wurden die Eingänge sowieso nicht mehr kontrolliert. Abgesehen davon hatten wir ja auch unseren Annual Pass – dachten wir zumindest. Denn hier kam gleich der nächste Fail: Beim Umladen der Autos habe ich ihn verloren. Ich wusste genau, dass ich ihn aus dem Auto rausgenommen hatte, aber wohin? Keine Ahnung.
Abends haben wir dann noch einen unfassbar schönen Sonnenuntergang im Grand Canyon gesehen – einfach mega schön.
Übernachtet haben wir im The Grand Hotel. Wir haben uns zu viert ein Zimmer geteilt, da man einfach pro Zimmer bezahlt und nicht pro Person. Und da wir eh nur eine Nacht da waren, haben wir dann 66,25€ bezahlt.
Abends gings dann noch ins Yippee-Ei-O! Steakhouse. Wir haben uns so auf ein gutes Steak gefreut. Und wenn ihr auch Lust auf eins habt: Geht woandershin! Das war leider ein Fail.



Tag 3: Antelope Canyon und Grand Canyon – ein stressiger, aber lohnenswerter Tag
Der Morgen startete sehr, sehr früh – es ging nochmal etwa 2 Stunden zurück in die Richtung, aus der wir gekommen waren, zum Antelope Canyon. Die Wanderung im Antelope Canyon ist nur mit Guide möglich, deswegen hatten wir die Tour vorher über GetYourGuide gebucht. Unser Guide war super cool und hat uns ganz viele spannende Infos gegeben, die das Erlebnis richtig besonders gemacht haben. Hier könnt ihr die Tour direkt buchen:
Wichtig zu wissen
Es gibt zwei Hauptbereiche, die man besuchen kann: den Lower Antelope Canyon und den Upper Antelope Canyon.
- Der Lower Antelope Canyon ist enger, mit steileren Treppen und teilweise engeren Passagen. Er ist weniger überlaufen und eignet sich gut für Leute, die keine Scheu vor etwas Klettern haben.
- Der Upper Antelope Canyon ist leichter zugänglich, fast eben, und berühmt für seine spektakulären Lichtstrahlen, die besonders in den Mittagsstunden (ca. 11 bis 13 Uhr) sichtbar sind.

Je nachdem, welchen Canyon man besucht, sollte man die Tourzeiten gut planen: Für den Upper Antelope sind die Mittagsstunden wegen der Lichtstrahlen am besten, für den Lower Antelope gibt es mehr Flexibilität über den Tag verteilt.
Nach der Tour haben wir noch gemütlich Sandwiches gegessen und sind dann wieder zurückgefahren – diesmal richtig durch den Grand Canyon.
Unser Annual Pass war allerdings immer noch verschwunden. Da morgens und abends die Kontrollhäuschen am Parkeingang oft nicht besetzt sind, konnten wir einfach durchfahren. Aber jetzt war Schluss damit – wir mussten einen neuen Pass kaufen. Kleiner Spoiler: Den alten Pass habe ich dann später, als wir in LA waren, wieder in meiner Hosentasche gefunden.
Super nett: Als wir später im Yosemite Nationalpark ankamen, wo wir den Pass auch gebraucht haben, konnten wir ihn einfach umtauschen und bekamen das Geld gutgeschrieben.






Grand Canyon – Naturwunder mit unvergesslichen Ausblicken
Der Grand Canyon ist einfach der Wahnsinn! Dieses riesige Naturwunder in Arizona zieht jährlich Millionen Besucher an – und das absolut zurecht. Die Schlucht ist bis zu 1.800 Meter tief und erstreckt sich über fast 450 Kilometer Länge. Man fühlt sich dort richtig klein angesichts dieser gigantischen Landschaft.
Unsere Route und Stopps:
Wir sind den South Rim entlang gefahren, der für Besucher am besten zugänglich ist und spektakuläre Aussichtspunkte bietet. Hier sind ein paar Highlights, die wir angefahren haben:
- Desert View Point: Ein toller Aussichtspunkt mit einem kleinen Turm, von dem man einen grandiosen Blick auf den Colorado River und die Canyonlandschaft hat. Perfekt für erste Fotos!
- Navajo Point: Hier gibt es einen der höchsten Aussichtspunkte am South Rim mit extrem beeindruckender Weite. Ein Spot zum Durchatmen und einfach genießen.
- Lipan Point: Bekannt für seine spektakulären Ausblicke, ideal um die farblichen Schichten des Canyons zu beobachten.
- Moran Point: Ein etwas ruhigerer Aussichtspunkt, der sich besonders gut für Panoramaaufnahmen eignet.
- Grandview Point: Ein etwas anspruchsvollerer Aussichtspunkt mit Wanderwegen in der Nähe, von dem aus man einen der schönsten Blicke auf den Canyon hat.
Annual Pass & Eintritt:
Der Eintritt zum Grand Canyon South Rim kostet normalerweise 35$ pro Auto und gilt für 7 Tage. Wer mehrere Nationalparks besucht, für den lohnt sich auf jeden Fall der Annual Pass („America the Beautiful“), der für rund 80$ alle Bundesparks in den USA für ein ganzes Jahr freischaltet. Gerade bei so einer Route mit mehreren Parks kann man damit viel sparen.


Tipps für den Besuch:
- Früh kommen lohnt sich – gerade im Sommer ist es am Vormittag meist noch nicht so heiß und die Lichtverhältnisse für Fotos besser.
- Nehmt ausreichend Wasser und Snacks mit, denn vor Ort sind die Preise hoch und das Wetter kann sehr heiß und trocken sein.
- Wanderschuhe sind empfehlenswert, wenn ihr zu Aussichtspunkten wandern wollt oder Trails erkunden möchtet.
- Die Sonnenuntergänge am Grand Canyon sind legendär – plant also unbedingt Zeit dafür ein. Wir hatten das Glück, einen richtig genialen Sonnenuntergang mitzuerleben, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Der Grand Canyon ist einfach ein absolutes Must-See und verdient definitiv mehr als nur einen kurzen Stopp. Für uns war es beeindruckend, durch die Landschaft zu fahren und immer wieder an Aussichtspunkten auszusteigen, um die unendliche Weite und Schönheit zu bestaunen.
Weiterfahrt über die Route 66: Seligman und Kingman
Von hier aus ging es weiter und wir waren wieder auf unserer ursprünglichen Route – nur mit etwas Verzögerung: über die legendäre Route 66 durch Seligman bis nach Kingman. Achtung: Wenn ihr die Route 66 fahren wollt, müsst ihr das unbedingt in eurem Navi oder Google Maps so einstellen, denn sonst landet ihr automatisch auf der schnelleren Interstate. Die Route 66 ist zwar etwas länger, aber absolut sehenswert und definitiv einen Umweg wert!


Seligman
Seligman ist einer der authentischsten Orte auf der Route 66 und ein echtes Highlight für Nostalgie-Fans. Der Ort hat sich ganz der Geschichte der „Mother Road“ verschrieben und nennt sich selbst stolz die „Geburtsstätte der historischen Route 66“. Überall findet man hier bunte, retrogetrimmte Schilder, alte Tankstellen, Diner im Vintage-Stil und kleine Souvenirläden, die das Lebensgefühl der 1950er und 60er Jahre wieder aufleben lassen. Seligman ist ein lebendiges Museum der amerikanischen Straßenkultur, in dem die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. Wer auf der Route 66 unterwegs ist, sollte hier unbedingt einen Stopp einlegen, um Fotos zu machen, in den kleinen Shops zu stöbern und vielleicht einen klassischen Burger zu genießen.



Nach diesem kleinen Nostalgie-Abstecher ging es weiter nach Kingman, das etwa eine Stunde entfernt liegt. Hier verbrachten wir die Nacht und checkten im Best Western Plus Kings Inn and Suites ein. Wir hatten ein Zimmer für vier Personen, das inklusive Frühstück 45,25€ kostete – richtig günstig und super praktisch für unsere Reise.
Zum Essen ging es dann abends ins La Catrina, das auch direkt neben unserem Hotel lag: Ein mexikanisches Restaurant, das ich euch wirklich empfehlen kann, wenn ihr auf richtig gutes mexikanisches Essen steht. Die Portionen sind großzügig, die Stimmung entspannt und das Essen super authentisch und lecker. Perfekt, um noch mit ein paar Margharitas den Abend ausklingen zu lassen



Tag 4: Von Kingman über die Route 66 nach Palm Springs
Als wir aus Kingman losgefahren sind, sind wir wieder über die legendäre Route 66 gefahren und haben noch einen kurzen Stopp in Williams eingelegt. Dort gibt es auch einen Park namens Bearizona – ein Wildlife-Park mit Bären und anderen Tieren. Leider hatten wir keine Zeit, ihn zu besuchen, aber für Tierliebhaber ist das bestimmt ein cooler Spot.



Weiter ging es durch das kleine Dörfchen Oatman, das wir genau zur richtigen Zeit erreicht haben: Um 14 Uhr findet dort jeden Tag eine kleine Western-Shooting-Show statt, die wir uns nicht entgehen lassen konnten. Das Dörfchen ist super charmant, und überall laufen dort wilde Esel herum, die total süß sind. Aber Vorsicht: Die Esel sind nicht nur im Ort unterwegs, sondern auch auf der Straße und suchen gerne mal am Auto nach Futter – also Augen auf beim Fahren!







Joshua Tree Nationalpark
Zurück auf der Historic Route 66 ging es dann weiter in Richtung Joshua Tree Nationalpark, den wir nach etwa 3 Stunden Fahrt erreicht haben. Der Eintritt kostet 30$ pro Auto, mit unserem Annual Pass war der Eintritt natürlich kostenlos. Ehrlich gesagt, nach den vielen anderen Parks, die wir bis dahin gesehen hatten, wirkte Joshua Tree für uns nicht mehr ganz so spektakulär – aber es ist trotzdem mal cool, ihn gesehen zu haben.
Pinoeertown
Weiter ging’s nach Pioneertown – dem ultimativen Wild-West-Feeling! Die Fahrt dorthin dauert etwa 26 Minuten. Die Stadt besteht größtenteils aus Holzscheunen und ist bekannt dafür, dass hier auch heute noch Westernfilme und Serien gedreht werden. Wir haben in einer Bar Halt gemacht, die sich als ziemlich berühmt herausgestellt hat.

Falls ihr „Selling Sunset“ kennt, ist Pioneertown dort auch schon mal aufgetaucht. Es gibt außerdem ein kleines Museum mit allen Filmplakaten der Produktionen, die hier entstanden sind. Wir hätten ewig in der Bar bleiben können, aber der Tag war noch nicht zu Ende.





Endstation Palm Springs
Nach weiteren 40 Minuten Fahrt kamen wir schließlich in Palm Springs an – auch bekannt als das „Coachella Valley“. Die stylische Wüstenstadt ist berühmt für ihre bunten Türen, Retro-Vibes und die typische Mid-Century-Architektur.
Hier haben wir im The Saguaro Palm Springs übernachtet, diesmal wieder zwei getrennte Zimmer für 59,10€ pro Person, ohne Frühstück.
In Palm Springs sind wir relativ spät am Abend angekommen – aber Hunger hat ja bekanntlich keinen Zeitplan. Also ging’s erstmal ins Gigi’s, wo ich endlich mal wieder meine geliebte Vodka-Pasta bestellt habe. Dazu gab’s tatsächlich meinen allerersten Wein auf dieser Reise – nach den langen und aufregenden letzten Tagen war das bitter nötig.



Danach wollten wir noch ein bisschen das Nachtleben erkunden und sind einfach mal zu der bekannten Marilyn Monroe Figur gefahren. Von dort aus wollten haben wir auf Google Maps eine Ecke voller Bars gefunden und sind mal losmarschiert – und sind irgendwie in einer Straße mit lauter Gay Bars gelandet und es war mega cool! Alles war bunt, sogar die Straßenschilder. Die Stimmung war super herzlich und ausgelassen. Ganz klassisch haben wir den Abend dann in einer Karaoke-Bar ausklingen lassen – von uns hat zwar keiner gesungen, aber unterhaltsam war es trotzdem.


Am nächsten Morgen haben wir uns im Hotel Fahrräder geschnappt und sind einfach losgeradelt – vorbei an den typischen Retro-Häusern mit den bunten Türen, die Palm Springs so bekannt machen. Zum Frühstück sind wir im Farm gelandet – und ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster: Das war mit Abstand das beste Frühstück unserer ganzen 3 Wochen in den USA. Unbedingt hingehen, wenn ihr hier seid!






Falls ihr also etwas mehr Zeit habt, plant hier mindestens zwei Nächte ein. Unsere Highlights & To-Do-Liste für Palm Springs:
Eigentlich wollten wir den Tag dann noch gemütlich am Pool verbringen. Das Wetter hätte perfekt gepasst – heiß, sonnig, blauer Himmel. Aber leider gab es in LA gerade Unruhen, weshalb wir wegen Straßensperrungen einen größeren Umweg fahren mussten und früher los mussten. Ziemlich schade, denn Palm Springs hat so viel zu bieten.
Dabei ist uns im ganzen Stress leider auch entfallen, noch bei den Cabazon Dinosaurs anzuhalten – die liegen nur etwa 20 Minuten von Palm Springs entfernt. Diese riesigen Dino-Skulpturen direkt an der Straße sind wohl ein echter Roadtrip-Klassiker. Plant das am besten bei eurer Route ein und sagt mir dann unbedingt, ob es sich lohnt – ich will das nämlich beim nächsten USA-Trip unbedingt nachholen!
- Aerial Tramway – Spektakuläre Seilbahnfahrt auf den Mount San Jacinto mit Wahnsinnsausblick und Wanderwegen oben.
- Indian Canyons – Palmenoasen und Naturwanderungen, richtig fotogen.
- Palm Springs Art Museum – Moderne Kunst, Skulpturen & coole Architektur.
- Architektur-Tour – Kultige 50er/60er-Jahre-Häuser mit diesen ikonischen Formen und Farben.
- Palm Canyon Drive – Shopping, Cafés & Galerien in der Hauptstraße.
Palm Springs ist einfach eine coole Mischung aus Retro-Charme, Wüstenfeeling und entspanntem Lifestyle – definitiv ein Ort, an den ich nochmal zurückkommen will.
Highway 1: Plan vs. Realität
Nach unseren 6 Nächten in Los Angeles – mit Ausflügen ins Disneyland, die Universal Studios, Laguna Beach und San Diego (mehr dazu gibt’s in den einzelnen Blogartikeln) – ging es weiter Richtung San Francisco.
Eigentlich war der Plan: gemütlich über den berühmten Highway 1 hochzufahren und dabei an so vielen Traumorten wie möglich Halt zu machen. Ursprünglich hatten wir sogar überlegt, einen Zwischenstopp einzulegen, um die Strecke zu teilen – aber am Ende entschieden wir uns dagegen, um lieber eine Nacht mehr in Las Vegas zu haben.
Tja… im Nachhinein: Die Nacht in Vegas war zwar auch nötig – aber ein Stopp zwischen L.A. und San Francisco wäre genauso dringend gewesen. Wir haben die Distanz und die vielen Stopps definitiv unterschätzt.

Und das war unser ursprünglicher Plan:
Malibu – Santa Barbara – Pismo Beach – Morro Bay – Big Sur – McWay Falls – Bixby Creek Bridge – Point Lobos State Reserve – Carmel-by-the-Sea – Monterey – und dann San Francisco.
Klingt traumhaft, oder?
Die Realität:
Wir starteten entspannt und fuhren erst mal durch Malibu – hier hat man leider noch deutlich die Spuren des großen Feuers gesehen, das nur 6 Monate vorher gewütet hatte. Viele Häuser waren zerstört. Das war wirklich traurig zu sehen.
In Santa Barbara sind wir im Goat Tree frühstücken gewesen – super lecker – und haben uns noch etwas durch die Straßen treiben lassen, inklusive kurzem Abstecher zum Pier. Nach etwa 1,5 Stunden ging’s aber schon wieder weiter.



Pismo Beach
In Pismo Beach sind wir am frühen Nachmittag angekommen – und ich weiß nicht, ob es einfach an diesem Tag lag oder ob der Ort generell nicht so mein Ding ist, aber irgendwie hat es mich nicht abgeholt.
Der Strand war zwar groß und weitläufig, aber das Wetter war etwas diesig, und es war ziemlich windig. Irgendwie wirkte es ein bisschen leer und unbelebt, obwohl Pismo eigentlich für seinen Pier und die entspannte Surfer-Atmosphäre bekannt ist.
Wir sind kurz runter zum Strand, haben ein paar Schritte im Sand gemacht und den Blick aufs Meer genossen – aber so richtig Urlaubsfeeling kam bei mir nicht auf. Vielleicht hätte ein sonniger Tag oder ein Sonnenuntergang hier alles verändert, aber in dem Moment haben wir beschlossen: lieber weiter nach Morro Bay.
Morro Bay
In Morro Bay sind wir in einem kleinen, süßen Hafen gelandet – mit Blick auf den riesigen Felsen, den Morro Rock, der wie ein Wachposten über der Bucht thront.
Direkt am Pier haben wir sie dann entdeckt: Ein kleiner Otter, der gemütlich auf dem Rücken im Wasser trieb. Das war so süß, dass wir bestimmt 20 Minuten einfach nur dastanden und zugeschaut haben.

Und dann kam das kulinarische Abenteuer: Austern.
Eigentlich esse ich absolut nichts, was aus dem Wasser kommt – aber man soll ja offen für Neues sein (oder so). Also saß ich da, starrte diese frischen Austern an und fragte mich ernsthaft, warum ich mir das antue.
Der erste Bissen? Nun ja… es wurde nicht besser. Ich verstehe bis heute nicht, was genau daran der Reiz sein soll.
Aber: Sie waren super frisch und qualitativ top – denken wir zumindest.



Bixby Creek Bridge
Von hier aus sind wir weitergefahren bis zur Bixby Creek Bridge – einer der bekanntesten Fotospots am Highway 1. Leider war ein Teil der Strecke wegen Bauarbeiten gesperrt, sodass wir die McWay Falls auslassen mussten. Der Umweg hätte einfach zu viel Zeit gekostet.
In Monterey haben wir dann nur noch schnell einen Snack im Denny’s geholt – endlich mal ein echtes American-Diner-Erlebnis wie im Film. Und ja: Es war sooo lecker!
Am Ende wurde es noch mal richtig knapp, denn unser Check-in in San Francisco war spätestens um 00:00 Uhr – und wir sind tatsächlich um 23:50 Uhr vorgefahren. Punktlandung!



Yosemite Nationalpark – Naturkino in XXL
Nach vier Tagen San Francisco war es Zeit, der Stadt den Rücken zu kehren und wieder ein bisschen Natur zu tanken. Ich hatte mich schon richtig darauf gefreut – frische Luft, grüne Wälder, imposante Felsen. Geplant war, um 11 Uhr im Yosemite Nationalpark zu sein. Das hätte auch locker geklappt… wenn nicht genau eine Woche vorher eine neue Regel eingeführt worden wäre:
Wer vor 14 Uhr in den Park will, muss vorab eine Reservierung haben. Wir hatten keine. Also hieß es: warten.

Als wir dann endlich rein konnten, blieb uns leider nur noch Zeit für eine Wanderung. Die fiel dafür umso schöner aus: der Mist Trail zu den Vernal und Nevada Falls. Klingt harmlos, hatte es aber ordentlich in sich. Steile Stufen, viele Höhenmeter, und an den Wasserfällen wird man fein eingenebelt – daher auch der Name. Es war anstrengend, aber die Aussicht auf die tosenden Wassermassen hat alles wieder wettgemacht.
Yosemite ist riesig – fast so groß wie das Saarland – und bietet so viele Trails, Aussichtspunkte und Fotospots, dass man locker mehrere Tage hier verbringen kann. Beim nächsten Mal würde ich definitiv direkt im Park übernachten. So spart man sich lange Anfahrtszeiten, die Parkplatzsuche (die mittags echt eine Geduldsprobe ist) und hat einfach mehr vom Tag.
Noch ein paar wichtige Punkte:
- Annual Pass: Mit dem „America the Beautiful“-Pass kommt man kostenlos rein, was sich bei mehreren Nationalparks extrem lohnt.
- Bären: Essen sollte man nicht offen im Auto liegen lassen, und schon gar nicht draußen rumstehen lassen – Bären können tatsächlich Autoscheiben einschlagen. Wir hatten vor lauter Respekt nicht mal Snacks dabei.
- Shuttle-Busse: Innerhalb des Parks fahren kostenlose Shuttles, die einen zu den wichtigsten Spots und Trailheads bringen.
Trotz der kleinen Organisationspanne war der Yosemite einer meiner absoluten Natur-Highlights dieser Reise – Granitfelsen, Wasserfälle, Wälder… wie eine Mischung aus Gemälde und Postkarte, nur in echt und in 3D.



Yosemite Nationalpark – Tipps auf einen Blick
Beste Besuchszeit
- Frühling: Wasserfälle führen am meisten Wasser
- Sommer: Warm, aber auch sehr voll
- Herbst: Farbenpracht, weniger Besucher
- Winter: Weniger zugänglich, aber ruhig und verschneit
Eintritt
- 35 USD pro Fahrzeug (gültig 7 Tage) oder Annual Pass (80 USD für 1 Jahr, gilt in allen US-Nationalparks)
Reservierungspflicht
- Zwischen Ende Mai und Mitte September braucht man eine Tages-Reservierung, wenn man vor 14 Uhr rein möchte.
Top-Highlights
- Yosemite Valley View
- Glacier Point
- Tunnel View
- Half Dome (nur mit Permit)
- Mist Trail zu Vernal & Nevada Falls
Übernachten
- Innerhalb des Parks: Hotels, Cabins oder Campingplätze (früh buchen!)
- Außerhalb: Mariposa, Oakhurst, El Portal


Von Yosemite über BBQ-Himmel ins glitzernde Vegas
Nach unserem Yosemite-Abenteuer ging es erstmal ein gutes Stück weiter bis nach Bakersfield, wo wir im Super 8 by Wyndham Lindsay Olive Tree übernachtet haben – 60 € pro Person inkl. Frühstück. Die Lage war jetzt nicht unbedingt spektakulär, aber nach so einem Naturtag ging’s hier einfach nur ums Beine hochlegen und Kräfte sammeln.

Am nächsten Morgen stand dann eine der spektakulärsten, aber auch heißesten Strecken unserer ganzen Reise auf dem Plan: Einmal quer durchs Death Valley. Tipp: Genug Wasser dabeihaben, den Tank vorher auffüllen und sich bewusst machen, dass es hier wirklich nichts gibt – außer Hitze, Sand und atemberaubender Weite.
Mitten im Nirgendwo kam dann aber mein kulinarisches Highlight der ganzen Reise: Smoking J’s Barbecue. Schaut euch unbedingt mal die Google-Bewertungen an – die sprechen für sich. Wir haben uns dort eine große Mischplatte bestellt, und was soll ich sagen: Fall-off-the-bone BBQ-Rippchen, saftiges Pulled Pork, perfekt geräuchertes Brisket – alles so unfassbar gut, dass wir am liebsten gleich nochmal bestellt hätten.
Übrigens laufen durch das Örtchen auch wieder dauernd Esel durch – super süß einfach.



Gut gestärkt ging es dann weiter nach Las Vegas, wo unsere Reise schließlich ihr Ende fand. Die Fahrt dorthin fühlt sich an, als würde man vom Mond auf einmal mitten in eine funkelnde Glitzerwelt gebeamt. Nach Tagen in Nationalparks und kleinen Orten ist das grelle, laute, übervolle Vegas erstmal ein kleiner Kulturschock – aber eben auch ein ziemlich passender Abschluss für so einen Roadtrip.
Reise-Tipps für deinen Trip
Zeitverschiebung nicht vergessen! Je nachdem, wo du hinfliegst, kann das schon mal ganz schön reinhauen. Mein Tipp: Gönn dir ein paar Stunden, um anzukommen, sonst bist du nur halb da und halb im Jetlag.
Wetter kann mega unterschiedlich sein. Pack also besser Schichten ein – mal warm, mal kühl. Und: Unterschätz das nicht! Gerade bei Roadtrips kann es von trocken-heiß zu richtig nass-kalt wechseln.
Mein Geheimtipp fürs Auto: Kühlbox einpacken! Immer kalte Drinks dabei zu haben, macht den Trip gleich viel entspannter. Gerade bei langen Strecken oder in heißen Regionen war das für mich ein echter Gamechanger.
Eintritt in die Parks – Annual Pass oder nicht? Das hängt ganz von deiner Reisedauer und deinen Plänen ab. Wenn du mehrere Tage oder Parks besuchen willst, lohnt sich der Pass oft – spart Geld und Nerven an der Kasse. Für einen kurzen Besuch eher nicht.
Fazit: Mit guter Vorbereitung, cooler Ausstattung und dem richtigen Ticket bist du bestens gewappnet für dein Abenteuer. So macht Reisen Spaß – entspannt, flexibel und ohne böse Überraschungen!



Was ich beim nächsten Mal anders machen würde
Wenn ich die Reise nochmal plane, würde ich definitiv eine Nacht mehr in Palm Springs bleiben. Die entspannte Vibe dort ist perfekt zum Runterkommen nach dem ganzen Sightseeing.
Außerdem fände ich es mega, eine Nacht direkt im Yosemite Nationalpark zu verbringen. Morgens aufzuwachen und direkt in die Natur zu starten, wäre ein Traum!
Und ganz wichtig: Auf der Strecke zwischen Los Angeles und San Francisco würde ich eine zusätzliche Übernachtung einbauen. So wird die Fahrt entspannter, und man kann unterwegs noch ein paar coole Stopps machen, ohne sich zu hetzen.
Aber man hat ja auch nicht ewig Zeit und Urlaub – irgendwann muss man ja auch wieder heim 🙂
Fazit: Drei Wochen, die unvergesslich bleiben
Unser Roadtrip an der Westküste der USA war ein echtes Abenteuer voller Kontraste – von den funkelnden Lichtern Las Vegas’ über die Naturwunder der Nationalparks bis hin zu den urbanen Vibes in LA und San Francisco. Klar, es gab Momente, in denen der Sprit knapp wurde oder die Hitze uns zu schaffen machte, aber genau das macht solche Reisen aus: unvergessliche Geschichten und Erlebnisse, die man nie vergisst. Wer Lust auf Freiheit, endlose Straßen und echte Highlights hat, sollte den Westen der USA definitiv auf die Bucketlist setzen!
Noch mehr von unserem Roadtrip

Viva Las Vegas
Glitzer, Action und nonstop Party – der perfekte Spot für alle, die das Leben laut und bunt lieben!

Los Angeles
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Disneyland Anaheim
Das allererste Disney-Schloss, Cars Land & Galaxy’s Edge – willkommen in Anaheim!

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San Francisco
Hügel, Meerblick und unvergessliche Momente – der perfekte Spot für alle, die Abenteuer, City-Vibes und kulinarische Highlights lieben!