
3 Tage in der Windy City
Natürlich durfte auf unserem Roadtrip San Francisco nicht fehlen. Drei Nächte standen auf dem Plan, und ich war vorher schon ein bisschen skeptisch wegen dem Wetter. Nach Tagen mit fast 40°C in Las Vegas oder Palm Springs hieß es hier „nur“ 23°C – manchmal sogar noch etwas kühler – und der Wind machte es gefühlt noch viel kälter. Also, falls ihr nach San Francisco fahrt: Packt auf jeden Fall warme Sachen ein, sonst friert ihr euch ordentlich den Wind um die Ohren.
Anreise: Highway 1 nach San Francisco
Morgens ging es früh los von Los Angeles über den Highway 1 Richtung San Francisco. Die Fahrt war traumhaft – mehr dazu könnt ihr hier nachlesen:
Wir hatten eine ziemlich knappe Zeitplanung, konnten aber bis Mitternacht einchecken. Tatsächlich sind wir um 23:55 Uhr angekommen – Punktlandung deluxe.

Unser Hotel war das Coventry Motor Inn. Ich war anfangs etwas skeptisch, weil mich die Bilder nicht 100% überzeugt hatten, aber vor Ort war es wirklich top: super Lage, schönes Hotel, groß, sauber und gemütliche Betten. Absolut empfehlenswert! Preislich haben wir für drei Nächte und zwei Doppelzimmer 784€ inkl. Parkplatz bezahlt. Da wir so spät ankamen, waren alle Parkplätze belegt, aber wir konnten uns einfach mitten rein stellen und haben nur die Schlüssel abgegeben, falls jemand rausfahren musste – alles problemlos.

San Francisco im Jogging-Modus
Da bei uns am nächsten Tag zu Hause der Firmenlauf war, bin ich virtuell mitgelaufen und habe mich morgens erstmal in die Laufschuhe geschmissen. So ging die Erkundung San Franciscos direkt im Jogging-Modus los.
Mein erstes Highlight: Palace of Fine Arts. Ein wunderschöner, ruhiger Ort mitten in der Stadt, perfekt für einen morgendlichen Lauf. Weiter ging es über den Golden Gate Beach, von wo aus man schon einen ersten Blick auf die legendäre Golden Gate Bridge werfen konnte. Einfach ein Wahnsinns-Ausblick, selbst beim Laufen!
Auf dem Rückweg haben wir uns noch einen Smoothie bei Earthbar geschnappt – ein echter Geheimtipp für alle Sport- und Fitness-Freaks. Hier gibt es alles mit Kalorienangabe, je nachdem, ob ihr Muskeln aufbauen oder gerade auf Diät seid. Alles wird super erklärt – wirklich klasse!


Sightseeing: Lombard Street & Pier 39
Danach ging es zu Fuß über die Lombard Street Richtung Pier 39. Unser Hotel lag direkt in der Lombard Street, also haben wir uns einfach zu Fuß aufgemacht. Und ja… San Francisco ist hügelig. Ich wusste das vorher, aber die Steigungen haben es echt in sich! Die berühmten Kurven der Lombard Street kennt jeder von Bildern, aber wenn man dann mittendrin steht, verliert das Ganze ein bisschen den Wow-Faktor – trotzdem ein Muss, wenn man in der Stadt ist.
Am Pier 39 haben wir dann erstmal gefrühstückt. Unsere zwei Frühstücks-Spots in SF haben wir unten für euch aufgelistet – beide absolut empfehlenswert. Danach ging es zu unserem absoluten Highlight: Alcatraz.


Alcatraz – ein Ausflug ins berühmteste Gefängnis der Welt
Natürlich durfte Alcatraz bei unserem San Francisco-Trip nicht fehlen. Schon lange hatte ich mir vorgestellt, über die Insel zu laufen und die Zellen des berüchtigten Gefängnisses zu sehen – und es hat mich nicht enttäuscht.
Tickets & Planung
Wir hatten unsere Tickets vorab direkt auf der offiziellen Alcatraz-Webseite gebucht – das lohnt sich definitiv, weil sie dort günstiger sind als über Drittanbieter. Wer mag, kann auch über GetYourGuide Kombitickets buchen, z. B. Hop-On-Hop-Off-Bus + Alcatraz, was praktisch ist, wenn man mehrere Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit sehen möchte. Da wir nur zwei Tage in San Francisco hatten, entschieden wir uns für die klassische Alcatraz-Tour.
Tipp: Tickets frühzeitig buchen! Alcatraz ist super beliebt, besonders in der Hauptsaison. Wenn ihr spontan hin wollt, kann es schnell ausverkauft sein.
Anreise zur Insel
Die Boote fahren vom Pier 33 ab und bringen euch in etwa 15 Minuten rüber zur Insel. Schon die Fahrt selbst ist spannend, denn man hat einen fantastischen Blick auf die Skyline von San Francisco und die Golden Gate Bridge. Ich persönlich fand den Moment, als die Insel näher kam, richtig aufregend – irgendwie fühlt man sich direkt mittendrin in der Geschichte.
Die Tour auf Alcatraz
Oben angekommen, bekommt man zunächst einen Überblick über die Insel und ihre Geschichte. Dann beginnt die Audio-Tour, die ich absolut empfehlen kann. Sie ist super professionell gemacht und wird von ehemaligen Wärtern und Ex-Häftlingen erzählt – so bekommt man die Geschichten richtig lebendig mit.
Man läuft durch die alten Zellenblöcke, den Speisesaal und die Wachtürme. Besonders beeindruckend fand ich die Zellen der berüchtigten Insassen wie Al Capone. Die Atmosphäre ist irgendwie gruselig, aber auch faszinierend – man spürt richtig, wie das Leben damals hier ablief.
Dauer & Tipps
Für die gesamte Tour inklusive Bootsfahrt sollte man mindestens 2–3 Stunden einplanen. Fotos sind erlaubt, aber Achtung: Die Lichtverhältnisse in den Gebäuden sind oft düster, also nicht zu erwarten, dass alle Bilder perfekt werden.
Meine Tipps für euch:
- Früh buchen – besonders an Wochenenden.
- Bequeme Schuhe mitnehmen, es gibt einiges zu laufen und viele Treppen.
- Jacke einpacken – auf der Insel kann es windig und kühl sein, auch im Sommer.
- Audio-Guide auf jeden Fall nutzen – man würde sonst viele Details verpassen.
Am Ende der Tour fährt man wieder zurück nach San Francisco und hat noch einmal diesen Wahnsinnsblick auf die Skyline, die Golden Gate Bridge und die Bay. Ich fand den Ausflug richtig rund – spannend, lehrreich und irgendwie ein bisschen mystisch.



Pier 39 – Bummeln, Schlemmen & Meerluft
Nach Alcatraz ging es zurück aufs Festland – genauer gesagt zum Pier 39, einem der bekanntesten Spots in San Francisco. Ich hatte mich schon vorher auf das bunte Treiben dort gefreut, und es hat definitiv nicht enttäuscht.
Der Pier ist einfach richtig süß, voll mit kleinen Geschäften, Souvenir-Läden, Eisdielen und Cafés. Wir sind einfach gemütlich entlang geschlendert, haben alles angeschaut und die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Natürlich durfte ein Crepe zwischendurch nicht fehlen – frisch, süß und perfekt, um den kleinen Hunger zu stillen.

Zwischendurch haben wir durch die vielen kleinen Shops gebummelt. Es gibt alles – von kitschigen Andenken bis zu richtig stylischen Sachen. Auch für Fans von Filmen gibt es Highlights: Wer auf Bubba Gump Shrimp Co. steht, kommt hier definitiv auf seine Kosten.





Für das Mittagessen haben wir uns ins Crab House gesetzt – ein echter Geheimtipp, besonders wenn ihr auf Meeresfrüchte und Fischgerichte steht. Und ja, selbst für mich als Nicht-Fisch-Esser war es richtig lecker. Die Gerichte waren frisch, perfekt gewürzt und mit tollen Beilagen angerichtet – ein richtig rundes Mittagessen nach dem ganzen Rumlaufen.
Zum Abschluss haben wir uns noch in eine der Bars gesetzt, um ein Getränk zu genießen und kurz zu entspannen. Kleiner Tipp für alle, die an deutsche Öffnungszeiten gewöhnt sind: Hier in San Francisco ist zwischen 9 und 10 Uhr abends tatsächlich Schluss. Also wer noch gemütlich einen Absacker trinken will, sollte nicht zu spät kommen!



San Francisco – Tag 2:
Am nächsten Tag stand wieder einiges auf dem Programm – und das Wetter hat uns direkt daran erinnert, dass San Francisco eben nicht wie der Rest von Kalifornien.
Painted Ladies
Nach dem Frühstück ging es zuerst zu den Painted Ladies – den berühmten bunten Häuserreihen, die man sicher schon von Fotos kennt. Eigentlich echt süß, besonders zusammen mit dem Park davor. Aber an diesem Tag war es so kalt und windig, dass wir uns erstmal wieder ins Hotel zurückziehen mussten, um wärmere Sachen anzuziehen. Daher sind wir hier nur schnell durchgelaufen, haben Fotos gemacht und uns den kurzen Spaziergang im Wind nicht allzu lange angetan.


Golden Gate Bridge & View Points
Danach haben wir uns das Auto geschnappt und sind über die Golden Gate Bridge gefahren – ein echter Klassiker! Unser erstes Ziel: Golden Gate View Point und Battery Spencer View Point. Die Aussicht war unglaublich: Skyline von San Francisco, die Brücke und das Meer – richtig cool!
Allerdings: der Wind war einfach verrückt. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, hat mir die Tür fast die Hand ausgerissen. Ich musste richtig Kraft aufwenden, um sie wieder zu schließen. Natürlich haben meine netten Freunde mich erst mal ausgelacht, während ich da an der Tür hing – man kennt das ja. Aber so ist das eben bei Roadtrips mit der besten Gesellschaft.
Chasing the Lobster Roll – Ghirardelli Square
Auf unserer Mission, eine Lobster Roll in San Francisco zu essen, sind wir dann beim Ghirardelli Square gelandet. Und Leute… der Ort ist einfach super cool!

Restaurants & Cafés: Es gibt richtig viele Möglichkeiten, zu essen und Kaffee zu trinken. Perfekt für eine kleine Pause nach dem ganzen Sightseeing.
Spielhalle: Wir mussten natürlich erstmal ein bisschen zocken – egal ob Arcade-Spiele oder Klassiker, für einen kurzen Spaß zwischendurch genau richtig.
Alte Brauerei: Der Platz hat auch eine spannende Geschichte: Früher war hier die alte Schokoladen- und Brauerei-Anlage, heute alles liebevoll restauriert mit Shops, Restaurants und coolem Flair.
Rundlaufen & Atmosphäre: Einfach ein Ort zum Entdecken, Fotos machen und Leute beobachten.




MUST TRY: Broad Street Oyster Co.
Und dann war es endlich soweit: die legendären „World Famous Lobster Rolls“ im Broad Street Oyster Co.! Die Kombination war einfach der Wahnsinn: frische Lobster Rolls, ein Hauch Kaviar oben drauf und der perfekte Blick auf Alcatraz – ich sag’s euch, das ist wirklich ein MUST TRY für alle Foodies. Selbst wenn ihr eigentlich nicht so auf Meeresfrüchte steht (wie ich sonst), kann ich euch sagen: hier lohnt es sich auf jeden Fall!



Cable Car & Chinatown
Nach den Lobster Rolls ging es für uns zum nächsten San Francisco-Klassiker: eine Fahrt mit der Cable Car. Ganz ehrlich, das ist schon ein MUST DO, wenn man in der Stadt ist. Die Aussicht von oben, die Hügel hoch und runter, das typische Rattern der Schienen – alles super authentisch.
Allerdings muss ich zugeben: es war anstrengender als gedacht. Nicht körperlich, sondern eher, bis wir herausgefunden hatten, wo wir eigentlich einsteigen und wieder aussteigen mussten. Nach ein paar kleinen Verwirrungen hatten wir den Dreh aber raus und konnten die Fahrt genießen.

Man muss auch sagen, dass die Leute dort alle super nett sind. Eine Dame ist an uns vorbeigelaufen und hat uns die Verwirrung anscheinend angesehen und direkt gefragt, ob sie uns helfen kann.
Tickets für die Cable Car Bahn kann man übrigens easy direkt beim Einstieg holen. Ich würde euch übrigens nicht empfehlen am Maritime Garden einzusteigen. Dort war eine sooo unfassbar lange Schlange. Wir sind dann an der Cablecar-Drehscheibe Powell/Mason eingestiegen.


Chinatown
Wir sind dann in Chinatown ausgestiegen, weil wir uns diesen Stadtteil unbedingt anschauen wollten. Und Chinatown enttäuscht definitiv nicht: bunte Straßen, kleine Läden, jede Menge Deko, Drachen und chinesische Schriftzeichen – richtig lebendig und fotogen!
Zum Mittagessen haben wir uns im House of Nanking niedergelassen. Die anderen waren total begeistert und fanden das Essen super lecker, für mich war es jetzt eher nicht so meins – Geschmackssache. Aber hey, immerhin konnte ich die Atmosphäre genießen und ein bisschen in den Straßen von Chinatown herumspazieren.


Frühstück in San Francisco – Spot Nr. 1: Eagle Café
Unser erster Frühstücks-Spot in San Francisco war das Eagle Café am Pier 39 – und ich kann euch sagen: ein absoluter Volltreffer!
Essen & Getränke: Hier wird wirklich alles frisch zubereitet und schmeckt richtig gut. Egal ob Frühstücksklassiker, Eiergerichte oder kreative Bowls – alles top. Besonders gefallen haben mir die Espresso Martinis als kleiner Muntermacher
Lage & Atmosphäre: Direkt am Wasser gelegen, habt ihr einen tollen Blick auf Alcatraz und die Bucht. Man kann super draußen in der Sonne sitzen, wenn es nicht zu kalt ist, oder gemütlich drinnen bleiben. Gerade in San Francisco, wo das Wetter ja gerne mal wechselt, ist das ein echter Vorteil.


Frühstück in San Francisco – Spot Nr. 2: Four Chairs
Unser zweiter Frühstücks-Spot war das Four Chairs – etwas außerhalb vom Zentrum, deshalb sind wir mit dem Uber hingefahren.
Essen & Drinks: Wir haben mit Mimosas gestartet – der perfekte Brunch-Start! Dazu gab es richtig leckeres Essen, alles frisch und kreativ zubereitet. Für mich war es ein absoluter Genuss und ein schöner Kontrast zum Pier 39-Frühstück, das mehr direkt am Wasser und touristisch geprägt war.
Beliebtheit & Wartezeit: Vier Chairs ist richtig beliebt, was man schon merkt, wenn man ankommt. Wir haben ca. 20 Minuten angestanden, also unbedingt Zeit einplanen, aber glaubt mir: es lohnt sich!
Atmosphäre: Super gemütlich, charmant eingerichtet und mit einer lockeren, entspannten Stimmung. Ideal, um in den Tag zu starten und sich erstmal ein bisschen zu sammeln.


San Francisco – Fazit & Zusammenfassung
Und damit endete auch schon unser San Francisco-Abenteuer – denn am nächsten Tag ging es ganz früh weiter Richtung Yosemite Nationalpark. Drei Tage in der Windy City waren zwar kurz, aber richtig intensiv und voller Highlights.
Zusammenfassung unserer Highlights:
- Anreise & Hotel: Punktlandung am späten Abend, super gemütliches Hotel (Coventry Motor Inn) mit perfekter Lage und bequemen Betten.
- Tag 1: Joggingrunde am Palace of Fine Arts und Golden Gate Beach, Spaziergang über die Lombard Street, Frühstück & Smoothie bei Earthbar, Sightseeing am Pier 39, Mittagessen im Eagle Café, Alcatraz-Tour.
- Tag 2: Painted Ladies im Wind, Fahrt über die Golden Gate Bridge, Aussichtspunkte wie Battery Spencer, Lobster Rolls am Ghirardelli Square, Cable Car fahren, Chinatown mit Essen im House of Nanking.
- Food-Highlights: Frühstück im Eagle Café (direkt am Wasser, Blick auf Alcatraz) und im Four Chairs (beliebt, etwas außerhalb, super Brunch mit Mimosas), Mittagessen im Eagle Café, Lobster Rolls im Broad Street Oyster Co. – ein Muss!
Fazit:
San Francisco hat uns mit seiner Mischung aus atemberaubender Natur, spannender Architektur, buntem Stadtleben und kulinarischen Highlights komplett begeistert. Auch wenn das Wetter oft kühler und windiger war, als wir es gewohnt waren, hat die Stadt ihren ganz eigenen Charme. Die Hügel, Cable Cars, die Golden Gate Bridge und die kleinen, bunten Straßen – alles zusammen macht San Francisco einfach unvergesslich.
Für alle, die die Stadt besuchen wollen, mein Tipp: Warme Sachen einpacken, genug Zeit für Sightseeing einplanen, und unbedingt die Lobster Rolls probieren!




