Mexiko – Yucatan

15-tätige Rundreise durch Yucatan

Wenn man an Mexiko denkt, kommen einem sofort weiße Sandstrände, bunte Städte, Tacos und Maya-Tempel in den Kopf – und genau das (plus ein paar Überraschungen) hat uns auf unserer 15-tägigen Rundreise durch die Yucatán-Halbinsel erwartet. Von türkisblauem Wasser auf Holbox über bunte Kolonialstädte wie Valladolid und Mérida bis hin zu Cenoten, Ruinen und Sonnenuntergängen mit Guacamole – diese Reise hatte einfach alles. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf unsere Route, teile Highlights, Tipps & kleine Fails, die du besser vermeiden solltest. ¡Vamos!

Die Vorgeschichte

Eigentlich war diese Reise schon für 2020 geplant. Die Koffer standen gepackt, die Vorfreude war riesig, mittwochs sollte es losgehen. Doch dann, sonntags, der Schock: Ausreiseverbot wegen Corona. Die Enttäuschung war riesig – monatelange Planung für nichts. Also hieß es, die Träume auf Eis legen und hoffen, dass sich irgendwann eine neue Gelegenheit ergibt.

Drei Jahre später war es endlich soweit: Mexiko, wir kommen! Diesmal mit noch mehr Vorfreude, noch mehr Plänen und dem unbändigen Drang, all das nachzuholen, was uns 2020 verwehrt geblieben war.

Internet & Navi

Wir sind immer mehr mit Handy-Navi unterwegs gewesen, und das war nie ein Problem. Ich habe mir am zweiten Tag bei einem Spaziergang durch Cancún eine mexikanische SIM-Karte mit Internet geholt. Die Karte war für eine Woche gültig und hat etwa 200 bis 250 MXN (ca. 10-12€) gekostet. Das Aufladen war zum Glück ganz einfach – ich habe es in einem kleinen Handyladen erledigt. Die Leute sind in Mexiko wirklich super hilfsbereit und erledigen solche Dinge gerne für einen. Es hat bei mir anfangs nicht direkt funktioniert, aber der nette Mitarbeiter hat sich echt viel Zeit genommen, sogar dort angerufen und dafür gesorgt, dass alles für die nächsten 7 Tage ohne Probleme verlängert wurde. Das Aufladen war auch ziemlich günstig, ungefähr 100-150 MXN (5-8€) für eine Verlängerung.

Mietwagen

Wir haben uns für 15 Tage einen Kleinwagen mit Klimaanlage gemietet, und das Ganze über Check24 für 574,03€. Der Mietwagen kam mit Full Tank, was super praktisch war. Bei der Abholung und der Rückgabe des Fahrzeugs gab es keine Probleme und keine versteckten Kosten. Wir hatten den Mietwagen über Aurumcars bei Europcar gebucht, und es lief alles glatt. Eine Klimaanlage im Auto kann ich definitiv empfehlen – gerade in der heißeren Jahreszeit ist es einfach ein Muss, um sich während der Fahrten angenehm kühl zu halten. Die Preise für Benzin in Mexiko waren insgesamt ziemlich günstig – der Durchschnittspreis für Benzin lag bei etwa 22-24 MXN pro Liter (ca. 1,10-1,20€). Alles in allem eine unkomplizierte und kostengünstige Möglichkeit, sich in Mexiko fortzubewegen.

Währung & Geld

Die offizielle Währung in Mexiko ist der Mexikanische Peso (MXN). Es gibt viele Geldautomaten in den größeren Städten, aber es empfiehlt sich, Barzahlung dabei zu haben, besonders in abgelegeneren Gegenden. Kreditkarten werden in den meisten touristischen Gebieten akzeptiert, aber nicht überall. Ich war hier teilweise auch etwas aufgeschmissen, weil ich zu spät war um noch Geld zu wechseln und dachte ich mach das vor Ort oder bezahle mit Karte. Man muss jedoch bedenken, dass man beim Geld abheben Dollar abhebt, die wieder umwandeln muss… Also alles in allem sehr kompliziert und am Ende zahlt man drauf. Daher doch vorher erledigen 

Visum

Also, hier die gute Nachricht für die meisten von euch: Ein Visum braucht ihr für Mexiko nicht, wenn ihr als Tourist für weniger als 6 Monate bleibt. Ihr bekommt bei der Einreise einfach eine Touristenkarte (die heißt FMM), die ihr für die Dauer eures Aufenthalts aufbewahren müsst – auch wenn ihr nur kurz bleibt.

Wichtig: Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein, wenn ihr einreist. Wenn ihr innerhalb von Europa fliegt, reicht in vielen Fällen sogar der Personalausweis – aber lieber sicher gehen und den Pass mitnehmen!

Die Touristenkarte bekommt ihr dann direkt bei der Einreise – am Flughafen oder an der Grenze. Ist auch nicht schwer, einfach ausfüllen und abgeben, wenn ihr wieder ausreist.

Falls ihr doch länger als 180 Tage bleiben wollt, müsst ihr euch vorher informieren und ein spezielles Visum beantragen. Das könnt ihr entweder vor der Reise oder vor Ort bei den Behörden machen, aber wer länger bleibt, sollte das im Blick haben.

Also, keine Panik – es ist wirklich easy, reinzukommen, solange man sich an die Regeln hält!

Der Flug nach Cancun

Am 08. März 2023 startete unser Abenteuer endlich. Abflug um 09:40 Uhr von Frankfurt mit Condor – ein Non-Stop-Direktflug nach Cancún. 12 Stunden voller Vorfreude, ein paar Filme, mittelmäßiges Flugzeugessen und der ein oder andere Powernap. Als wir um 15:55 Uhr Ortszeit in Cancún landeten, begrüßte uns sofort diese feuchtwarme, tropische Luft – ein erster Vorgeschmack auf die kommenden zwei Wochen.

Der Rückflug am 23. März war dann weniger aufregend: Um 17:55 Uhr hoben wir in Cancún ab, ein bisschen wehmütig, denn wir hätten locker noch länger bleiben können. 10 Stunden später, um 10:20 Uhr, waren wir zurück in Frankfurt – mit einem Koffer voller Erinnerungen und Sand in den Schuhen.

Apropos Koffer: Handgepäck für zwei Wochen? Keine Chance! Also hatten wir noch Gepäck dazubuchen müssen, denn das war in einem Fernreise-Flug leider nicht inbegriffen. Am Ende kostete uns der Flug insgesamt 799,98 €, aber für das, was uns in Mexiko erwartete, war es jeden Cent wert!

Unsere Stopps im Überblick:

Cancun

Holbox

Valladolid

Merida

Bacalar

Tulum

Playa del Carmen

08.03. – 10.03.

Hotel: The Sens Cancun by Oasis – All Inclusive Preis 583€ für zwei Personen und zwei Nächte 

Nach der langen Reise wollten wir erst mal ankommen und entspannen. Also gönnten wir uns zwei Nächte in einem All-Inclusive-Hotel – keine To-do-Listen, keine Planung, einfach abschalten und genießen. Die Hotelanlage war wunderschön, das Essen super, und wir hatten wirklich alles, was man sich wünschen konnte.

Abgesehen von der Poolanlage war das Hotel jedoch nicht zu empfehlen: Wir hatten zwei Einzelbetten gebucht, bekamen aber ein Doppelbett. Kein Drama, aber auch nicht ideal. Viel schlimmer war jedoch die Lautstärke in der Nacht. Nicht wegen Musik oder feiernden Gästen – nein, das Hotel selbst machte Geräusche! Ein konstantes Pochen direkt neben unserem Zimmer, das aus einer Technik- oder Servicekammer kam. Als ich mich nachts zur Rezeption begab, wurde mir klar, dass wir nicht die Einzigen mit diesem Problem waren. Ein Gast erzählte mir, dass sie seit 14 Tagen mit kaltem Wasser und diesen unheimlichen Geräuschen kämpfen musste – und dass einfach nichts dagegen unternommen wurde. Zum Glück waren wir nur zwei Nächte dort!

Tipps zu Cancún? Leider kaum. Wir haben die Stadt selbst so gut wie gar nicht erkundet, da wir wirklich nur im Hotel entspannt haben. Aber eins kann ich sicher sagen: Vielleicht ein anderes Hotel buchen! Lustigerweise waren wir mitten in der Spring-Break-Zeit dort – und haben davon absolut nichts mitbekommen. Lag vielleicht an unserer Unterkunft oder daran, dass ich mit meiner Tante unterwegs war und wir sowieso nicht nach Parties Ausschau gehalten haben. 

Die Gegend unseres Hotels war trotzdem super schön und man konnte auch abends toll spazieren gehen. 

Weiter nach Holbox

Wir haben uns direkt bei der Ankunft am Flughafen einen Mietwagen geschnappt (vorher gebucht) und sind somit am dritten Tag losgefahren Richtung Isla Holbox. Ich hatte vorher gelesen, dass Holbox eine autofreie Insel ist und mir daher etwas Gedanken wegen des Mietwagens gemacht – aber das war gar kein Problem. Wir fuhren von Cancún aus etwas mehr als zwei Stunden bis nach Chiquilá. Dort suchten wir uns am Hafen einen Parkplatz und ergatterten direkt einen Stellplatz in Hafennähe. Von dort aus ging es mit der Fähre rüber nach Holbox.

Die Preise für das Parken liegen normalerweise zwischen 100 und 150 Pesos pro Tag (etwa 5-8 Euro), abhängig von der Lage des Parkplatzes und der Saison. Einige Parkplätze sind überdacht und bieten ein bisschen mehr Sicherheit, wir hatten keinen überdachten und hatten damit auch keine Probleme. 

Fähre: Die Fähre von Chiquilá nach Holbox kostet etwa 160-200 Pesos pro Person (ca. 8-10 Euro), und wenn du ein Auto oder Golfcart mitnimmst, wird es teurer – der Preis für den Transport von Fahrzeugen liegt normalerweise bei etwa 300-500 Pesos (ca. 15-25 Euro) pro Fahrzeug, je nach Größe. Hier ist die Frage, ob das unbedingt notwendig ist, denn man kann sich auf Holbox super easy mit dem Fahrrad fortbewegen. Das Ticket für die Fähre haben wir problemlos vor Ort direkt am Hafen gekauft. 

Die Fähren fahren regelmäßig, und du kannst deine Tickets entweder vor Ort kaufen oder online buchen. Die Überfahrt dauert, wie gesagt, nur ca. 20-30 Minuten und bringt dich direkt in den charmanten Hafen von Holbox.

Ankommen auf Holbox: Keine Autos, aber Golfcarts für alle!

Wer auf Isla Holbox ankommt, merkt sofort: Autos gibt’s hier nicht! Und das ist auch irgendwie cool, weil es die Insel noch entspannter macht. Ich bin mit der Fähre angekommen, den Koffer in der Hand und dachte mir: „Wie komm ich jetzt eigentlich zum Hotel?“ Keine Panik – die Lösung ist so einfach wie genial!

Sobald du den Hafen verlässt, kannst du direkt ein Golfcart nehmen. Die sind hier das Fortbewegungsmittel Nummer eins, und ehrlich, das macht total Spaß! Du steigst ein, sagst dem Fahrer, wo du hin willst, und los geht’s. Die Fahrt dauert meistens nur ein paar Minuten, und schon bist du an deinem Hotel. Es ist super unkompliziert, und während der Fahrt kannst du direkt einen ersten Eindruck von der chilligen Inselatmosphäre bekommen.

Also, keine Sorge wegen Transport – auf Holbox geht alles ganz easy und entspannt!

Unser Hotel lag relativ weit im Westen der Insel und war nur eine Minute zu Fuß vom Strand entfernt – perfekt für entspannte Tage am Meer. Direkt nebenan gab es eine super süße Beachbar, in der wir durch unser Hotel Rabatte bekamen. In den meisten Beachbars muss man allerdings einen Mindestumsatz erreichen, um dort bleiben zu dürfen. Liegen oder Sonnenschirme gab es zumindest an unserem Strandabschnitt nicht.

Holbox hat mich komplett geflasht. Der Strand und das Meer – in echt noch beeindruckender als auf den schönsten Instagram-Bildern!

Wir haben uns im Hotel Fahrräder ausgeliehen, die dort kostengünstig angeboten wurden, und sind damit über die Insel gefahren. Holbox ist nicht groß, aber unglaublich charmant. Besonders im Osten der Insel ist deutlich mehr los – Bars, Restaurants und kleine Läden laden zum Erkunden ein. Unser Bereich war eher ruhig, was perfekt zum Abschalten war. Nachts war es hier allerdings stockdunkel, teilweise sogar unbeleuchtet. Beim Fahrradfahren mussten wir mit dem Handy leuchten, um überhaupt etwas zu sehen.

Ein besonderes Highlight auf Holbox sind die spektakulären Sonnenuntergänge. Am besten kann man sie von einem der vielen Stege oder Strandbars aus genießen. Wer Lust auf Action hat, kann eine Kajaktour durch die Mangroven machen oder – wenn man zur richtigen Jahreszeit da ist – nachts das leuchtende Plankton im Wasser bewundern.

Holbox hat eine ganz eigene Atmosphäre – entspannt, ein bisschen alternativ und voller freundlicher Menschen. Wer nach Party sucht, ist hier vielleicht nicht ganz richtig, aber für alle, die traumhafte Strände und chillige Vibes lieben, ist die Insel ein absolutes Muss!

Sonnenuntergang auf Holbox: Manchmal gibt’s einfach diese Momente, die einen total umhauen – und der Sonnenuntergang an der Playa Punta Cocos war so einer! Ich hab mich auf’s Fahrrad geschwungen und bin losgefahren, um diesen Spot auf Isla Holbox zu erleben. Schon die Fahrt war der Hammer: Wind in den Haaren, der Klang des Meeres im Hintergrund und die Sonne, die langsam am Horizont verschwand.

Als ich am Strand angekommen bin, war der Platz fast leer – nur ich, der Sand und das Meer. Und dann kam der Moment, auf den ich gewartet hatte: Der Sonnenuntergang. Ich glaub, ich hab noch nie so ein krasses Farbenspiel gesehen. Der Himmel ging von knalligem Orange zu zartem Lila und das Wasser hat alles noch viel intensiver gemacht. Einfach wow!

Ehrlich, das war der beste Sonnenuntergang, den ich je gesehen hab. Ein Moment, den ich so schnell nicht vergesse!

Unsere Unterkunft: Ensueno Holbox & Beach Club: 521€ für zwei Personen und 3 Nächte

Wer auf Holbox nach einem chilligen Rückzugsort sucht, ist im Ensueno Holbox & Beach Club genau richtig! Die Unterkunft hat diesen entspannten Vibe mit viel Holz, weißen Wänden und bunten Details, die sofort eine gemütliche Atmosphäre schaffen.

Unser Zimmer war super komfortabel – mit einem bequemen Bett und einer kleinen Terrasse, auf der man abends die frische Luft genießen konnte. Der Meerblick war zwar nicht direkt vom Zimmer aus, aber das hat den Aufenthalt keineswegs getrübt. Der Beach Club ist nämlich direkt vor der Tür, und du bist in Sekunden am Strand.

Der absolute Highlight war der Pool! Und zwar gleich doppelt: Einer im Erdgeschoss und einer auf dem Dach. Der Dachpool hat einen richtig coolen Blick auf die Umgebung – du hast das Gefühl, mitten im Dschungel zu sein, umgeben von grünen Bäumen. Der perfekte Ort, um sich nach einem Tag am Strand zu entspannen oder den Sonnenuntergang zu genießen.

Wenn du also einen ruhigen und stylischen Platz auf Holbox suchst, kann ich das Ensueno Holbox & Beach Club nur empfehlen!

Carolinda Beach Club – Der perfekte Spot zum Chillen

Wenn du nach einem gemütlichen Ort suchst, um den Tag zu genießen, dann ist der Carolinda Beach Club genau richtig! Wir haben hier eigentlich fast jeden Mittag abgehangen. Die Vibes sind super entspannt, und der Platz direkt am Strand macht es einfach schwer, woanders hinzugehen.

Es gibt bequeme Liegen, schattige Palmen und ein Meer, das zum Baden einlädt. Perfekt, um sich eine Auszeit zu gönnen und den Blick aufs Wasser zu genießen. Die Drinks sind mega erfrischend – besonders der Corona Bucket war ein Highlight! Ein Eimer voller eiskalter Coronas – der perfekte Begleiter, um den Nachmittag in der Sonne zu verbringen.

Das Essen ist auch super lecker, mit frischen Meeresfrüchten und klassischen mexikanischen Gerichten. Einfach der perfekte Spot für eine chillige Mittagspause oder einen entspannten Nachmittag.Einfach perfekt für eine entspannte Zeit mit den Füßen im Sand und der frischen Brise – der Carolinda Beach Club war definitiv unser täglicher Rückzugsort auf Holbox!

Essen auf Holbox – Einfach mal umherschlendern und genießen

Auf Holbox gibt es so viele tolle Ecken, wo man sich einfach beim Herumspazieren etwas Leckeres schnappen kann. Wir haben oft einfach die Insel erkundet und uns spontan etwas ausgesucht – sei es ein frischer Saft, ein Snack oder etwas Herzhaftes. Die Auswahl ist riesig und du findest immer etwas, das deinen Hunger stillt.

Ein Highlight war unser Besuch im Café del Mar, einem Beach Restaurant direkt am Strand. Die Atmosphäre war einfach perfekt: die Füße im Sand, der Blick aufs Meer und super leckeres Essen! Wir haben dort entspannt und das Mittagessen genossen, während die Wellen im Hintergrund rauschten. Ein absoluter Traumspot!

Und natürlich durfte eine Pizza im La Cabane nicht fehlen. Abends haben wir uns manchmal dorthin zurückgezogen, um uns mit einer knusprigen Pizza zu verwöhnen. 

Nach 4 Tagen Paradies – Weiter ins „Innere“ Richtung Valladolid und ein Zwischenstopp bei Las Coloradas

Nach vier Tagen im absoluten Paradies auf Holbox ging es dann weiter in Richtung Valladolid. Auf dem Weg dorthin wollten wir unbedingt Las Coloradas sehen, diesen Spot mit dem rosa Meer, von dem man immer wieder auf Instagram hört.

Las Coloradas ist bekannt für seine Lagune mit pinkem Wasser, das durch Algen und Mikroorganismen in Kombination mit den Salzfeldern so eine außergewöhnliche Farbe bekommt. Es sieht in den Instagram-Bildern immer so surreal aus, als ob das Meer aus einem anderen Universum stammt. Doch als wir dort ankamen, mussten wir feststellen, dass der Anblick nicht ganz mit den perfekten Instagram-Fotos mithalten konnte.

Der Eintritt kostet etwa 100 Pesos (ca. 5 Euro), was wir irgendwie nicht rechtfertigen wollten. Und da Polizei überall patrouillierte, fühlte es sich an, als würde jeder Moment, in dem wir heimlich ein Foto machten, unser letzter sein. Also versteckten wir uns in einer Ecke und versuchten, ein paar Bilder zu schießen, aber der Nervenkitzel und das Gefühl, gleich erwischt zu werden, nahmen den Spaß.

Und am Ende war das rosa Meer auch nicht so beeindruckend, wie die Instagram-Bilder vermuten lassen. Vielleicht war es der Preis, den wir dafür zahlen mussten, oder einfach, dass die Realität manchmal anders aussieht als die perfektionierten Fotos in den sozialen Medien.

Der nächste Fail – Flamingos in Celestún gesucht, aber nicht gefunden

Nachdem wir das rosa Meer in Las Coloradas hinter uns gelassen hatten, war das nächste Ziel Celestún, um die berühmten Flamingos zu sehen.

Ich hatte schon oft von den Flamingos in Mexiko gehört und war total gespannt, sie in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Also ging es weiter Richtung Celestún, aber… tja, der nächste „Fail“ ließ nicht lange auf sich warten.

Wir haben uns ziemlich schnell verlaufen und keine Ahnung gehabt, wie man wirklich zu den Flamingos kommt. Der Ort selbst war nicht schwer zu finden, aber das „Flamingo-Sichtungsgebiet“ war ein ganz anderes Thema. Wir hatten keine Ahnung, dass man Bootstouren buchen muss, um zu den Flamingos zu kommen. Ich habe erst kurz vorher erfahren, dass man wirklich aufs Wasser muss, um die Tiere zu sehen.

Also standen wir da, mitten im Ort, und haben uns gefragt, wie wir jemals die Flamingos zu Gesicht bekommen sollten. Leider konnten wir sie nicht finden und mussten unseren Plan aufgeben.

Falls hier jemand mehr darüber weiß oder Tipps hat, wie man am besten zu den Flamingos kommt, lasst es mich gerne wissen! Ich wäre für jede Hilfe dankbar!

Flamingos verpasst und weiter geht’s – Ab nach Valladolid!

Da wir nur eine Nacht in Valladolid geplant hatten und immer noch nicht bei den Flamingos in Celestún angekommen waren, haben wir irgendwann beschlossen, das Ganze abzuhaken.

Die Flamingos haben wir nicht gesehen, und da wir auch nicht den ganzen Tag mit Suchen verbringen wollten, sind wir dann einfach weitergefahren – direkt in Richtung Valladolid. Es war schon ein bisschen schade, aber hey, man kann nicht immer alles perfekt hinkriegen, oder?

Valladolid war dann aber ein echter Highlight – der nächste Stop, auf den wir uns umso mehr gefreut haben!

Valladolid – Ein kurzer Zwischenstopp, der sich lohnt

Nach unserem kleinen Missgeschick bei den Flamingos und dem Verzicht auf Celestún sind wir endlich nach Valladolid gefahren. Unsere Zeit dort war zwar kurz – wir hatten nur eine Nacht eingeplant – aber es war definitiv ein Highlight auf unserer Reise!

Valladolid ist eine charmante Kolonialstadt im Inneren Yucatáns, die oft von Reisenden übersehen wird, aber es gibt so viel zu entdecken! Die Stadt hat diesen gemütlichen, authentischen Vibe, mit bunten Häusern, hübschen Plazas und einer entspannten Atmosphäre, die einfach einlädt, durch die Straßen zu schlendern. Die Cenotes in und um Valladolid sind ebenfalls ein absolutes Muss! Besonders der Cenote Zaci, mitten in der Stadt, ist super einfach zu erreichen und ein toller Ort, um sich zu erfrischen.

Wenn du Lust auf Kultur hast, dann lohnt sich ein Besuch der Iglesia de San Servacio, einer beeindruckenden Kirche, die die Stadt prägt. Und natürlich darf der Parque Principal nicht fehlen, der zentrale Platz, um das mexikanische Stadtleben in vollen Zügen zu erleben.

Auch wenn wir nur kurz da waren, hat Valladolid definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es war der perfekte Ort, um die Reise ein bisschen langsamer zu genießen und sich von der Hektik der touristischen Hotspots zu erholen.

Essen in Valladolid – El Atrio del Mayab

Direkt neben der Iglesia de San Servacio haben wir das Restaurant El Atrio del Mayab entdeckt – und es war einfach fantastisch!

Das Restaurant bietet nicht nur super leckeres Essen, sondern auch eine tolle Atmosphäre. Die Location ist perfekt: Mit Blick auf die Kirche und inmitten der Stadt kannst du dort entspannt sitzen und die mexikanische Küche genießen. Das Personal war super freundlich und aufmerksam – einfach top, top, top!

Die Auswahl an Gerichten war groß, und alles, was wir probiert haben, war wirklich lecker. Besonders die lokalen Spezialitäten haben es uns angetan – der perfekte Abschluss eines entspannten Nachmittags in Valladolid. Wenn du in der Stadt bist, solltest du auf jeden Fall hier vorbeischauen!

Übernachten in Valladolid – El Zaguan Colonial by Gurujotel

Für unsere Nacht in Valladolid haben wir im El Zaguan Colonial by Gurujotel übernachtet – eine richtig gute Wahl!

Das Hotel ist nicht nur super preiswert, sondern bietet auch alles, was man braucht: einen kleinen Pool, der zum Entspannen einlädt, und ein leckeres Frühstück, das perfekt für den Start in den Tag ist. Die Unterkunft hat diesen charmanten kolonialen Stil, der super gemütlich ist und gut zu der Atmosphäre der Stadt passt. Es war der perfekte Ort für unseren kurzen Aufenthalt, um sich nach dem Reisen ein bisschen zu erholen.

Wenn du in Valladolid eine preiswerte, aber trotzdem komfortable Unterkunft suchst, kann ich das El Zaguan Colonial definitiv empfehlen!

Auf dem Weg von Valladolid nach Merida – Maya-Tempel und die heiße Sonne

Nach unserem kurzen Aufenthalt in Valladolid ging es weiter in Richtung Merida, und das Ziel waren die beeindruckenden Maya-Ruinen von Uxmal.

Die Ruinen von Uxmal gehören zu den bedeutendsten archäologischen Stätten der Maya-Kultur und sind für ihre beeindruckende Architektur bekannt. Die Anlage umfasst verschiedene Tempel, Paläste und Pyramiden, darunter die Pyramide des Wahrsagers und der Palast des Gouverneurs.

Wir waren von 10 bis 12:30 Uhr dort, und auch zu dieser frühen Stunde war es einfach brutal heiß! Die Sonne hat ohne Gnade gebrannt, und irgendwann hatte sogar das Trinkwasser eine warme Temperatur erreicht. Zum Glück gab es vor Ort Eis, mit dem wir uns schnell abgekühlt haben, aber das hat nicht wirklich viel gegen die Hitze geholfen.

Die Ruinen von Uxmal sind wirklich beeindruckend. Die Pyramide des Wahrsagers und der Palast des Gouverneurs waren echt spektakulär, und auch wenn wir von der Sonne fast umgefallen wären, hat sich der Besuch absolut gelohnt!

Die Tickets haben wir ganz unkompliziert vor Ort gekauft – also keine Sorge, man muss nichts im Voraus buchen. Der Eintritt lag bei 413 Pesos (ca. 20 Euro), und das Parken kostete zusätzlich 80 Pesos (ca. 4 Euro).

Tipp: Wenn du an einem heißen Tag dort bist, nimm genug Wasser mit und starte früh. Wir haben es leider nicht geschafft, vor 10 Uhr dort zu sein, aber das nächste Mal würde ich es definitiv empfehlen!

Cenoten-Abenteuer nach Mérida – die erste Cenote!

Von Mérida aus wollten wir unbedingt eine Cenote besuchen – das war eigentlich der Plan. Aber wie sollte es anders sein, das Abenteuer ging gleich weiter.

Bei einer Cenote, die wir ansteuerten, wurde ein utopischer Eintrittspreis verlangt, und dazu musste man auch noch in Gruppen hin. Das war uns dann doch zu viel des Guten, also sind wir weiter zur nächsten aufgebrochen. Wo genau wir am Ende gelandet sind, kann ich euch gar nicht mehr genau sagen, aber als wir dort ankamen, war es trotzdem ziemlich cool!

Die Cenoten in Mexiko sind echt ein Highlight. Das kristallklare Wasser, die felsigen Wände – einfach atemberaubend. Aber auch hier: Informiert euch vielleicht vorher nochmal genauer vor Ort, damit ihr nicht wie wir planlos durch die Gegend fahrt.

Mérida – Die lebendige Hauptstadt Yucatáns

Wir haben Mérida ohne festen Plan erkundet und uns einfach treiben lassen – und genau das kann ich euch auch empfehlen! Aber falls ihr euch fragt, was man in Mérida sonst noch so machen kann, hier ein paar coole Tipps:

1. Bummel durch das historische Zentrum

Mérida hat eine wunderschöne Altstadt mit kolonialen Gebäuden, bunten Fassaden und vielen kleinen Cafés. Einfach durch die Straßen schlendern und das Flair genießen!

2. Plaza Grande & Kathedrale von Mérida

Der Hauptplatz ist das Herz der Stadt. Hier stehen die imposante Kathedrale San Ildefonso (die älteste auf dem amerikanischen Festland!), der Palacio de Gobierno mit coolen Wandmalereien und viele Straßenkünstler, die für Stimmung sorgen.

3. Traditioneller Tanz auf öffentlichen Plätzen

Wir haben zufällig eine Tanzvorführung auf einem der Plätze entdeckt – und das war richtig schön! Falls ihr sowas gezielt sehen wollt: Montags gibt es die „Vaquería“ auf der Plaza Grande, donnerstags finden Tanzshows im Santa Lucia Park statt.

4. Streetfood & Yucatán-Küche probieren

Mérida ist ein Paradies für Foodies! Probiert unbedingt:

  • Cochinita Pibil – Langsam geschmortes Schweinefleisch, super saftig!
  • Panuchos & Salbutes – Frittierte Maisfladen mit Belag
  • Sopa de Lima – Eine leckere Limettensuppe

Tipp: Der Mercado Lucas de Galvéz ist ein top Spot für authentisches Essen.

5. Paseo de Montejo – Méridas Champs-Élysées

Diese breite, von Palmen gesäumte Straße ist gespickt mit alten Herrenhäusern aus der Kolonialzeit. Perfekt für einen Spaziergang oder eine Fahrt mit dem Fahrrad.

6. Abendstimmung genießen

Abends wird Mérida richtig lebendig! Setzt euch in eine Bar, gönnt euch einen Mezcal oder Margarita und genießt das mexikanische Lebensgefühl.

Unsere Unterkunft in Mérida – Hotel Maria del Carmen

Für unseren Aufenthalt in Mérida haben wir uns für das Hotel Maria del Carmen entschieden. Gut und preiswert, perfekt gelegen und das Beste: Ein Pool zum Entspannen und Abkühlen mittags! Die Zimmer waren etwas sporadisch eingerichtet aber sie waren sauber. Für zwei Nächte und wenig Anspruch vollkommen in Ordnung. Vor allem der Pool war unsere Rettung, denn zu unserer Zeit war es ultra heiß in Merida. Nach der Hitze in der Stadt war es richtig angenehm, einfach mal kurz ins Wasser zu springen, bevor es weiterging. Für den Preis kann man echt nicht meckern. Wenn ihr also eine bezahlbare Unterkunft in Mérida mit Pool sucht – schaut euch das mal an!

Nächster Stopp: Unerwartetes Paradies – Bacalar

Bacalar stand auf unserer ursprünglichen Mexiko-Liste 2020 überhaupt nicht drauf – und ich frage mich ernsthaft: Warum nicht?! Ich bin so froh, dass wir es dieses Mal mit reingenommen haben, denn es war einfach ein Traum!

Die Fahrt von Mérida nach Bacalar war zwar lang (ca. 4 Stunden und 50 Minuten mit dem Auto), aber es hat sich sooo gelohnt! 

Die Lagune von Bacalar wird auch als „Lagune der sieben Farben“ bezeichnet, weil das Wasser dort in verschiedenen wunderschönen Blautönen schimmert. Der Name kommt von den unterschiedlichen Tiefen der Lagune, die die verschiedenen Farbtöne verursachen.

  • Flachere Bereiche erscheinen in einem hellen Türkis.
  • In den tieferen Bereichen zeigt sich das Wasser in dunkleren Blau- und Azur-Tönen.
  • Auch die Strömungen und das Sonnenlicht spielen eine Rolle und verändern den Farbton je nach Tageszeit.

Es ist echt faszinierend, wie das Wasser je nach Blickwinkel und Lichtverhältnissen in mindestens sieben verschiedene Farben schimmert, was die Lagune zu einem besonderen Highlight macht!

Was macht Bacalar so besonders?

  • Die Lagune von Bacalar – kristallklares Süßwasser in allen möglichen Blautönen, perfekt zum Schwimmen, Kajaken oder einfach nur Staunen.
  • Los Rápidos – ein Flussabschnitt der Lagune mit leichter Strömung, in dem man sich einfach treiben lassen kann.
  • Cenote Azul – eine riesige, tiefblaue Cenote gleich in der Nähe, super zum Schnorcheln und Tauchen.
  • Fuerte de San Felipe – eine alte Festung aus dem 18. Jahrhundert mit einer tollen Aussicht über die Lagune.

Bacalar ist viel ruhiger als Tulum oder Holbox, hat aber trotzdem eine richtig coole Atmosphäre. Wir haben es einfach genossen, am Wasser zu sitzen, ein paar Drinks zu schlürfen und das Paradies zu feiern! 

Bootstour durch Bacalar

Nachdem wir in Bacalar angekommen sind, haben wir erstmal den Ort erkundet und direkt eine Bootstour für den nächsten Morgen gebucht – ganz entspannt direkt über unser Hotel für ca. 29 € pro Person. Die Preise variieren je nach Anbieter, aber das schien uns fair.

Die Tour dauerte etwa 2,5 Stunden und hatte sogar einen Badestopp – und das war es so was von wert!  Das Wasser hat eine unfassbar schöne Farbe, es war einfach Wahnsinn! So viele verschiedene Blautöne, dass man es fast nicht glauben kann.

Danach wollten wir noch etwas aktiver werden und sind mit dem Kajak losgezogen – sah erstmal easy aus, war aber durch die Strömungen doch anstrengender als gedacht. Trotzdem mega cool, mal selbst über das türkisfarbene Wasser zu paddeln!

Baden in Bacalar: 

In Bacalar gibt es tatsächlich mehrere Möglichkeiten, ins Wasser zu gehen, und Stege sind oft der einfachste Zugang, vor allem an den beliebten Spots. Hier ein paar Tipps:

  1. Cenote Azul: An diesem beliebten Ort gibt es einen Steg, über den du ins Wasser gelangst. Du kannst einfach von hier aus direkt in das kristallklare Wasser springen und dich treiben lassen. Es ist ein ziemlich touristischer Spot, aber trotzdem wunderschön.
  2. Public Beach Bacalar: Auch am öffentlichen Strand in Bacalar gibt es Zugänge über Stege, die ins flache Wasser führen. Hier ist der Einstieg einfacher, besonders wenn du mit einem kleinen Sprung oder mit den Füßen im Wasser stehen möchtest.
  3. Bootstouren: Wenn du mit dem Boot unterwegs bist, bieten viele Anbieter einen Badestopp an. Manchmal ist der Zugang über Stege oder einfach über das Boot, das in ruhigerem Wasser anlegt. Einige Stege sind in abgelegene Ecken gebaut, um den Touristenmengen zu entkommen.
  4. Los Rápidos (Piratenkanal): Der Zugang zum Wasser in diesem Flussabschnitt erfolgt oft über kleine Stege oder Plattformen, wo du direkt ins flache Wasser eintauchen kannst. Hier kannst du dich auch gemütlich treiben lassen, was ziemlich entspannend ist.

Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, ins Wasser zu gelangen – meistens über Stege, die den Einstieg erleichtern. So kannst du in die türkisblaue Lagune eintauchen und die wunderschöne Wasserfarbe genießen!

Abends in Bacalar: Zocalo und Flohmarkt

Der Abend in Bacalar ist einfach magisch. Ein perfekter Spot, um den Tag ausklingen zu lassen, ist der Zocalo, der Hauptplatz der Stadt. Hier herrscht eine entspannte, aber gleichzeitig lebendige Atmosphäre. Während die Sonne untergeht, füllt sich der Platz mit Einheimischen und Reisenden. Es gibt kleine Stände, wo lokale Künstler ihre Handwerkskunst oder Schmuckstücke verkaufen – fast wie ein kleiner Flohmarkt.

An dem Tag, als wir da waren, konnten wir ein bisschen durch die Stände bummeln und den lokalen Vibe aufsaugen. Vom handgemachten Schmuck bis zu selbstgemalten Bildern – es gab viele tolle, einzigartige Dinge zu entdecken. Und das Beste: Du kannst dabei einen frischen, kalten Drink genießen und einfach das bunte Treiben beobachten.

Am Zocalo gibt es auch einige super Restaurants, die perfekt für ein entspanntes Abendessen sind. Meine Empfehlung: La Burguesía del Pueblo – ein tolles Lokal, das für seine leckeren Burger bekannt ist. Die Atmosphäre ist gemütlich, und die Portionen sind mehr als großzügig.

Weitere gute Restaurants in der Gegend sind:

  • La Playita Bacalar: Ein tolles Restaurant mit frischen Meeresfrüchten und einer schönen Aussicht auf die Lagune.
  • Náay Bacalar: Ein Restaurant mit einer coolen modernen Atmosphäre, das leckere mexikanische Gerichte serviert.
  • El Manatí Bacalar: Ein charmantes Café und Restaurant, das sowohl leckeres Frühstück als auch Abendessen anbietet und mit einer entspannten Terrasse überzeugt.

Für mich gab es dann auch endlich meine erste (mexikanische) Spaghetti Bolo! Die darf natürlich fehlen.

Hotel Azul 36 in Bacalar

Absolut empfehlenswer: Die Unterkunft liegt zentral, was uns sehr gut gefallen hat, weil alles gut erreichbar war – sei es die Lagune oder die Restaurants im Zentrum.

Das Hotel war auch ziemlich preiswert – wir haben für zwei Nächte und zwei Personen 116€ bezahlt, was wirklich fair für die Qualität war.

Das Frühstück war richtig lecker und bot eine tolle Auswahl, um gut in den Tag zu starten. Auch der Pool war perfekt, um nach einem aufregenden Tag in der Stadt zu entspannen und abzutauchen.

Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und hilfsbereit, was den Aufenthalt zusätzlich angenehm gemacht hat.

Wenn du also nach einer zentralen, preiswerten Unterkunft mit einem tollen Frühstück und entspannendem Pool suchst, ist das Hotel Azul 36 definitiv eine super Wahl in Bacalar!

Tulum: Etwas enttäuscht

Unser Aufenthalt in Tulum war leider nicht ganz so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Beginnen wir mal mit dem Hotel: Hidden Treehouse Tulum Eco-Hotel. Wir haben 469€ für drei Nächte zu zweit bezahlt – also nicht ganz günstig im Vergleich zu den anderen Unterkünften. Da erwartet man schon etwas mehr.

Das Hotel an sich war hübsch, aber leider gab es ein paar Unannehmlichkeiten. Zum einen war es sehr hellhörig. In Tulum wird eben viel gefeiert, und anscheinend war der Typ über uns ziemlich erfolgreich – wir konnten seine „Erfolgserlebnisse“ live mitverfolgen. Es war schon ein bisschen unangenehm. Meine Tante hat das Ganze zum Glück komplett verpennt – die Glückliche. Sie hat sich kaputtgelacht, als ich ihr am nächsten Tag davon erzählt habe.

In den folgenden Nächten war das „Spektakel“ glücklicherweise aus, aber dafür konnten wir jedes Wort mithören, das der Typ gesprochen hat – und auch seine Toilettengänge. So viel zum Thema Privatsphäre.

Ein weiteres Problem war, dass das Hotel keinen Parkplatz hatte. Parken in Tulum ist wirklich schwierig und teuer. Die Preise variieren, aber man kann mit etwa 500 MXN pro Tag (ca. 25€) rechnen, je nachdem, wo du parkst. Es kann echt nervig werden, wenn man dann noch durch die engen Straßen kurvt und keinen freien Parkplatz findet.

Zu guter Letzt: Unser Hotel war zwei Reihen hinter dem Strand, was für uns ein echtes Problem war. Der Zugang zum Strand in Tulum erfolgt fast nur durch die Beachclubs, und viele verlangen einen utopischen Mindestverzehr. Einmal wollten wir dort frühstücken, dachten, das Essen zählt zum Mindestverzehr, aber  – es war nur der Getränkeverbrauch und das Essen kam noch obendrauf. Und das ist wirklich teuer.

Alles in allem war Tulum für uns leider eher enttäuschend. Der Preis-Leistungs-Verhältnis im Hidden Treehouse stimmte nicht, und die logistischen Probleme mit dem Parken und dem Strandzugang haben das Erlebnis nicht gerade besser gemacht.

Beach Clubs in Tulum: Abriss-Partys und Hochzeiten

Was uns in Tulum richtig überrascht hat, war das Party- und Hochzeitschaos in den Beach Clubs. So wenig wie wir in Cancún vom Spring Break mitbekommen haben, so war es hier umso intensiver: Es gab Abriss-Partys direkt neben Hochzeiten. Eine echt seltsame Mischung! Es war irgendwie ein bisschen zu viel des Guten – die Atmosphäre war auf der einen Seite richtig romantisch bei den Hochzeiten und auf der anderen Seite fühlte man sich wie in einem riesigen Party-Spektakel.

Wir haben auch einen Spaziergang am Strand gemacht und sind einfach ewig nicht mehr zurück zur Straße gekommen, weil es keinen direkten Weg zur Straße gibt, außer durch die Beach Clubs. Wir standen also vor der Wahl: Entweder durch ein nobles Hotel (was irgendwie unangenehm war), durch eine Hochzeit in einem Beach Club (das wollte man ja auch nicht stören) oder durch die feiernde Menge – und das war wirklich eine Menge!

Das Feiern hier in Tulum ist wirklich heftig – eine riesige Partymeute, die zu jeder Tages- und Nachtzeit abfeiert. Wir sind dann eben einfach durch die Feiernden hindurch gelaufen und fanden uns mitten im Getümmel wieder. Irgendwie war es spannend, aber auch ein bisschen merkwürdig.

Es fühlt sich manchmal an, als ob Tulum ein Ort ist, an dem du entweder total abfeierst oder in einem hochklassigen Hotel entspannst – aber irgendwie nicht so richtig dazwischen. Für uns war das alles etwas komisch.

Mit dem Fahrrad zu einem kostenlosen Strandabschnitt

Wir dachten uns, wir versuchen mal einen kostenlosen Strandabschnitt in Tulum zu finden. Also haben wir uns auf die Fahrräder geschwungen und sind etwa 30 Minuten bis zum Strand gefahren. Es war eine nette kleine Radtour, aber ganz kostenlos war der Strand dann doch nicht.

Denn als wir ankamen, mussten wir für die Liegen bezahlen – und das war auch nicht ganz günstig. Die Liegen kosten ca. 100-150 MXN pro Person – also wirklich nicht kostenlos.

Und leider war der Strand auch nicht ganz so traumhaft wie man es sich vielleicht vorstellt, wenn man die berühmten Bilder von Tulum kennt. Es war okay, aber nicht wirklich der Traumstrand, den man aus Instagram kennt. Die Umgebung war ein bisschen weniger idyllisch als gedacht, und insgesamt war der Strand ziemlich belebt.

Also, der fahrradfreundliche Strand war zwar eine nette Erfahrung, aber auch nicht die perfekte Lösung, wenn man wirklich den „Traumstrand“ sucht, den man von Tulum erwartet.

Fazit Tulum

Irgendwie will ich Tulum schon nochmal erleben und hoffe, dass es dann anders ist, denn ich höre ständig, wie traumhaft Tulum sein soll. Leider hat es mich beim ersten Mal nicht wirklich umgehauen. Vor allem, weil es so viele teure Beach Clubs und Partys gab, die irgendwie den magischen Vibe von Tulum für mich überdeckt haben. Und wenn ich an andere Ecken in Mexiko denke, gibt es definitiv preiswertere Fleckchen, die mir persönlich viel schöner und paradiesischer vorkamen.

Holbox und Bacalar waren für mich in dieser Hinsicht deutlich traumhafter. Die ruhigen Strände und entspannte Atmosphäre dort haben mich viel mehr begeistert. Vielleicht ist Tulum einfach nicht der richtige Vibe für mich – aber wer weiß, vielleicht überrascht es mich beim nächsten Mal.

Letzter Stopp: Playa del Carmen

Playa del Carmen hat definitiv den Flair des mexikanischen Ballermanns – hier ist immer etwas los. Die Promenade ist voll von Restaurants, Bars und Souvenirläden, was der Stadt ein internationales, aber auch sehr touristisches Flair verleiht. Die Strände waren für uns allerdings eher enttäuschend – sie waren total überfüllt und nicht ganz so schön, wie wir es uns erhofft hatten. Vielleicht waren wir einfach nicht am richtigen Ort, aber die Menschenmassen und die laute Atmosphäre haben nicht wirklich zu dem entspannten Urlaubsgefühl gepasst, das wir gesucht haben.

Wir haben uns also entschieden, die meiste Zeit mittags am Pool zu entspannen, wo zum Glück gar nichts los war – viel ruhiger und entspannter! Nachmittags sind wir dann durch die Stadt geschlendert, auf der Suche nach etwas Leckerem zu essen. Es gab hier viele tolle Restaurants und Cafés, und so konnten wir das Beste aus der Stadt herausholen, auch wenn der Strand nicht unser Favorit war.

Essensempfehlung unsererseits: das Parrilla Argentina. Das argentinische Steakhaus bietet super leckeres Fleisch und eine tolle Atmosphäre, perfekt für ein entspanntes Abendessen – und nochmal Bolo für mich 🙂

Unser Hotel, das Aventura Mexicana Hotel, war der perfekte ruhige Rückzugsort im Trubel von Playa del Carmen. Es war nicht weit vom Zentrum entfernt, aber trotzdem total ruhig und entspannend. Das leckere Frühstück hat den Start in den Tag perfekt gemacht und das Hotelgelände war einfach ein schöner Ort, um sich nach einem langen Tag zu erholen.