Disneyland Anaheim

Willkommen auf meiner Mission, alle Disneylands der Welt zu besuchen!

Wie viele gibt’s denn eigentlich? Genau genommen gibt es sechs Resorts weltweit, die zusammen zwölf Disney-Parks beinhalten:

  • Disneyland Resort Anaheim (Kalifornien, USA) – Disneyland Park & California Adventure Park
  • Walt Disney World Orlando (Florida, USA) – gleich vier Parks: Magic Kingdom, EPCOT, Hollywood Studios, Animal Kingdom
  • Tokyo Disney Resort (Japan) – Disneyland & DisneySea
  • Disneyland Paris (Frankreich) – Disneyland Park & Walt Disney Studios Park
  • Hong Kong Disneyland (China) – ein Park
  • Shanghai Disney Resort (China) – ein Park

Damit stehen also 6 Disney-Parks weltweit auf meiner Liste – und in Anaheim war ich jetzt bei Nummer 2/6.
(Nummer 1 war Disneyland Paris, das ich schon 5x besucht habe – Blog folgt noch.)

Und was soll ich sagen: Im Sommer wurde ein riesiger Traum wahr – ich durfte endlich das allererste Disneyland besuchen, das Walt Disney selbst eröffnet hat.

Natürlich waren meine treuen Begleiter mit dabei:

  • mein Autogrammbuch, das ich seit ich 16/17 bin immer mitnehme (man weiß ja nie, wen man trifft,
  • und meine Minnie Maus Ohren, die mich schon seit meinem letzten Paris-Besuch vor 5 Jahren begleiten.

Anreise & Parken

Erstmal: Parken? Null Problemo! Alles ist super ausgeschildert. Das Parkticket haben wir schon bei Buchung der Tickets mitbestellt, kann aber auch vor Ort gekauft werden. Vom Parkhaus aus geht’s durch eine Sicherheitskontrolle (wirklich wie am Flughafen) und dann mit einem Shuttle direkt zum Parkeingang. Easy.

Kostenpunkt: 35$ fürs Parken – oder wer näher am Park parken will: 55$ – für die 20$ gönnt euch lieber einen Snack im Park! Denn man ist auch so problemlos nah am Park.

Also los geeeeehts: Wie aufgeregt ich war? Unendlich!

Ticketpreise & Extras

Das Disneyland Resort in Anaheim besteht aus zwei Parks, die direkt nebeneinander liegen:

Der California Adventure Park, etwas moderner aufgebaut, mit Highlights wie Cars Land, dem riesigen Mickey-Riesenrad und dem ganzen Marvel-Bereich.

Der Disneyland Park, das Herzstück mit dem berühmten Schloss, der Main Street, klassischen Attraktionen und natürlich der gigantischen Star Wars Galaxy’s Edge.

Wir waren im Juni dort und konnten es kaum glauben: die Parks öffnen tatsächlich schon morgens um 8 Uhr. Und während der California Adventure Park abends um 22 Uhr die Tore schließt, hat der Disneyland Park sogar bis Mitternacht geöffnet. Ein langer, aber perfekter Tag also, um möglichst viel mitzunehmen.

Da wir nur einen einzigen Tag Zeit hatten, war klar: Ein Park reicht uns nicht – wir wollten beides sehen! Deshalb haben wir uns für das Park Hopper Ticket entschieden, mit dem man zwischen den beiden Parks hin- und herwechseln darf. Einziger Haken: Man kann erst ab 11 Uhr mittags in den jeweils anderen Park. Preislich lagen wir mit dem Hopper bei etwa 215$ pro Person – ganz schön happig, aber es ist eben Disneyland, und „where wishes come true“ hat halt seinen Preis.

Lightning Lane Pass:

Zusätzlich haben wir uns vor Ort noch den Lightning Lane Pass gegönnt, der mit 36$ pro Person wirklich Gold wert war. Damit spart man sich bei vielen Attraktionen die langen Warteschlangen – allerdings funktioniert das Ganze nicht so, dass man einfach überall vorbeispazieren kann. Man muss sich über die Disneyland-App immer für eine bestimmte Attraktion und eine bestimmte Uhrzeit einbuchen. Dann taucht man in dem Zeitfenster dort auf, zeigt den Pass vor und darf über den Lightning Lane-Eingang rein.

Das Coole am Anfang: Wir konnten sogar gleich für zwei Attraktionen parallel Slots buchen, was den Tag mega entspannt gemacht hat. Irgendwann hat Disney das System aber auf „nur noch eine gleichzeitig“ umgestellt. Bedeutet: Man muss clever planen, sich rechtzeitig einloggen und gleichzeitig überlegen, wo man sich in der Zwischenzeit normal anstellt. Ohne App-Nutzung läuft also gar nichts – aber wenn man den Dreh mal raus hat, ist es echt praktisch.

Wichtig: Nicht jede Attraktion ist automatisch im Lightning Lane Pass drin. Für die absoluten Top-Rides wie Radiator Springs Racers oder Star Wars: Rise of the Resistance muss man trotzdem nochmal extra zahlen. Für Radiator Springs haben wir das auch gemacht und nochmal 22$ pro Person hingeblättert. Am Ende war es jeden einzelnen Dollar wert – die Bahn war einfach spektakulär.

Paraden & Shows

Ein Disneyland-Tag wäre natürlich nicht komplett ohne Paraden und Shows – und davon gibt’s in Anaheim reichlich. Wir hatten das Glück, dass unser Besuch ins 70-jährige Jubiläum von Disneyland gefallen ist. Ganz L.A. war schon vorher mit Plakaten dekoriert, und auch im Park war alles auf dieses besondere Ereignis abgestimmt. Ich war also richtig gespannt auf die große Geburtstagsparade.

Die 70-Jahre-Geburtstagsparade

Tja… sagen wir’s mal so: Meine Erwartungen waren riesig, die Realität leider nicht. Die Parade dauerte vielleicht 5 Minuten, bestand aus ein paar Wagen und Figuren – und das war’s auch schon. Kein großes Spektakel, keine aufwendigen Choreografien, einfach nichts, was irgendwie dem Jubiläum von Disneyland würdig gewesen wäre. Ich stand da, hab gewartet, und dann war’s auch schon vorbei. Ein bisschen enttäuschend, weil ich dachte: „Das ist jetzt die große Jubiläums-Show?“ Aber gut, manchmal ist das eben so, und man weiß vorher nie, ob man eine kleine oder eine gigantische Parade erwischt.

Paint the Night Parade

Zum Glück wurde meine Parade-Enttäuschung direkt später wieder wettgemacht. Denn abends sind wir zur Paint the Night Parade geblieben – und die war wirklich der Wahnsinn! Alles, aber wirklich alles, war mit Millionen Lichtern geschmückt. Die Wagen leuchteten in allen Farben, die Kostüme der Tänzer glitzerten und funkelten, und die Musik hat sofort für Gänsehaut gesorgt. Es war wie eine riesige, lebendige Lichter-Show mitten auf der Straße. Jeder Wagen hat seine eigene kleine Story erzählt, und egal ob Cars, Toy Story oder die klassischen Disney-Prinzessinnen – alles war dabei. Ich stand mit offenem Mund da und dachte nur: „Wow, genau DAS ist Disney-Magie.“

Wir haben uns bewusst für die zweite Vorstellung am Abend entschieden, weil es da etwas leerer ist als bei der ersten. Und das war die beste Entscheidung! Man konnte viel entspannter stehen, hatte eine bessere Sicht und die Stimmung war noch besonderer, weil es schon richtig dunkel war.

Feuerwerk über dem Schloss

Und dann kam natürlich noch das große Finale: das Feuerwerk über dem Schloss. Egal wie oft man es schon gesehen hat – dieses Gefühl ist einfach immer wieder magisch. Die Musik, die Lichter, die Raketen, die über dem Cinderella Schloss explodieren… man fühlt sich plötzlich wieder wie ein kleines Kind.

Ich hab euch hier ein kleines Bild aus einem Video rausgeschnitten – daher sorry für die schlechte Qualität – aber ich hab den Moment einfach mal genossen.

Besonders cool fand ich, dass es auch in der Star Wars Galaxy’s Edge ein eigenes Feuerwerk gibt. Dort gibt’s sogar einen Moment, in dem alle, die sich tagsüber ein Laserschwert gebaut haben, dieses gleichzeitig hochhalten – ein richtig epischer Jedi-Moment! Leider haben wir genau das verpasst, was mich im Nachhinein echt geärgert hat, weil wir uns ja sogar ein eigenes Schwert gebaut hatten. Aber gut, das ist vielleicht der perfekte Grund, irgendwann nochmal wiederzukommen.

Figuren & Autogramme

Ein ganz besonderer Zauber in Disneyland sind natürlich die Figuren. Egal, wie alt man ist – wenn plötzlich Minnie Maus oder eine Disney-Prinzessin vor einem steht, fühlt man sich sofort wieder wie ein Kind.

Und genau da liegt für mich ein riesiger Unterschied zwischen Anaheim und Paris: In Anaheim laufen die Charaktere viel freier durch den Park. Klar, es gibt auch feste Fotospots mit kleinen Wartezeiten, aber viel öfter stolpert man einfach zufällig über jemanden. Wir sind zum Beispiel direkt nach dem Eingang Minnie Maus über den Weg gelaufen – ohne große Schlange, einfach ein paar Leute, die kurz Fotos wollten, und schon war ich dran. Auch Dörnröschen oder Judy und Nick von Zoomania sind uns einfach so begegnet, während wir durch die Themenbereiche spaziert sind.

In Paris ist es leider mittlerweile normal 60-90 Minuten Schlange zu stehen.

Natürlich hatte ich auch diesmal wieder mein geliebtes Autogrammbuch dabei – das begleitet mich schon, seit ich 16/17 bin. Es ist jedes Mal ein kleines Ritual: Stift bereithalten, Buch aufschlagen und gespannt warten, welche Signatur man als nächstes bekommt. Jede Unterschrift ist eine Erinnerung an einen ganz bestimmten Moment. Diesmal durfte ich gleich zwei neue Autogramme ergattern – meine Sammlung wächst also weiter!

Ich muss aber zugeben: Einige Charaktere habe ich verpasst, weil wir uns auf den Weg zur Jubiläumsparade machen mussten. Aber ganz ehrlich – Autogramme und Fotos kann man irgendwann immer noch sammeln. Eine 70-Jahre-Geburtsagsparade erlebt man dagegen nur einmal im Leben (auch wenn sie sich leider nicht so richtig gelohnt hat).

Besonders cool fand ich, dass nicht nur Figuren durch den Park laufen – manche fahren sogar! Wir haben Hook auf seinem Piratenschiff und Lightning McQueen durch die Wege cruisen sehen. Klar, Autogramme gab es hier nicht, aber Fotos sind natürlich Pflicht – und die Action beim Vorbeifahren macht die Begegnung richtig spannend.

Ein weiteres Highlight: in Star Wars: Galaxy’s Edge begegnet man ständig Sturmtrupplern, Darth Vader oder anderen Star-Wars-Charakteren. Sie patrouillieren durch die Straßen, interagieren mit den Gästen und machen den Bereich dadurch unglaublich lebendig und immersiv.

Star Wars: Galaxy’s Edge

Ein Traum für jeden Jedi! Allein der Gang durch Galaxy’s Edge ist schon ein Erlebnis: die detailverliebte Welt, die Geräusche, die Droiden, die Schiffe – man fühlt sich sofort wie in einem echten Star-Wars-Film. Überall patrouillieren Sturmtruppler, First Order Offiziere oder andere Charaktere, die mit den Gästen interagieren und den Bereich unglaublich lebendig machen.

Auch die Attraktionen in Galaxy’s Edge sind mega cool! Wir hatten leider nicht die Gelegenheit, Star Wars: Rise of the Resistance zu besuchen, was mir besonders leid getan hat, weil wir einen riesigen Star-Wars-Fan in unserer Runde hatten. Die Warteschlangen waren einfach endlos, und wir wollten uns die Attraktion bis zum Schluss aufheben. Doof nur: Auch wenn der Park bis Mitternacht geöffnet hat, schließen manche Attraktionen früher. Wir kamen tatsächlich nur etwa zwei Minuten zu spät und schon war die Fahrt vorbei.

Handbuilt Lightsabers

Ein echtes Highlight: Savi’s Workshop, wo wir unser eigenes Laserschwert gebaut haben. Ja, 220$ sind kein Schnäppchen, aber die Erfahrung ist jeden Cent wert. Man wird durch eine kleine „Zeremonie“ geführt, wählt Kristalle und Einzelteile aus und darf am Ende sein Lichtschwert vor allen anderen aktivieren – Gänsehaut pur! Jeder Schritt ist detailreich und liebevoll inszeniert, man fühlt sich wirklich wie ein Jedi. Wer mehr Infos dazu will, findet sie hier: Savi’s Workshop – Handbuilt Lightsabers.

Und keine Sorge wegen der Heimreise: Flug, Sicherheitskontrolle oder Transport – alles kein Problem. Das Laserschwert kommt sicher in einer stabilen, gut ausgepolsterten Hülle. Jeder Mitarbeiter im Park weiß, was man dabei hat, und hilft sogar, das Schwert beim Fahren in den Attraktionen sicher zu verstauen. So kann man weiterhin alles fahren und hat das Schwert trotzdem sicher dabei.

Natürlich darf auch hier wieder das Feuerwerk nicht fehlen – gerade in der Nähe des Star Wars-Bereichs ein echtes Erlebnis. Zwischen den leuchtenden Raketen und den bekannten Star-Wars-Klängen fühlt man sich direkt mittendrin in einem epischen Abenteuer.

Galaxy’s Edge ist einfach ein Muss für jeden Fan – egal, ob man wie wir ein eigenes Laserschwert baut oder einfach die immersive Welt, die Charaktere und die Abenteuer genießt.

Cars Land

Cars Land im California Adventure Park ist einfach ein absolutes Highlight, besonders für alle, die Pixar lieben – oder einfach auf Autos, bunte Landschaften und spektakuläre Attraktionen stehen. Schon beim Betreten des Bereichs fühlt man sich direkt wie mitten in Radiator Springs aus den Filmen: die Straße windet sich durch die Wüste, die Gebäude sind originalgetreu nachgebaut, und überall gibt es liebevolle Details zu entdecken – von Sodas über Tankstellen bis zu den kleinen Straßenschildern, die jeden Fan zum Schmunzeln bringen.

Wir sind direkt am Anfang durchgeschlendert, weil wir uns so darauf gefreut haben – immerhin gibt es den Bereich bei uns gar nicht. Überall wollten wir Fotos machen, alles bestaunen und die Atmosphäre aufsaugen. Doch wir haben uns bewusst entschieden, abends zurückzukommen, wenn alles in Lichtern und Neonreklamen leuchtet – und das hat sich definitiv gelohnt! Nach Sonnenuntergang wirkt Cars Land noch magischer, die Details springen förmlich ins Auge, und die ganze Straße strahlt in einem ganz eigenen, filmreifen Glanz.

Radiator Springs Racers – der Klassiker und für uns ein Muss. Die Fahrt verbindet eine langsame, malerische Tour durch die Wüste mit einem spektakulären Rennen gegen andere Wagen. Dank unseres Lightning-Lane-Tickets mussten wir kaum warten. Jeder Cent der 22$ extra hat sich gelohnt – Gänsehaut pur!

Neben den Fahrten lohnt es sich auch, einfach durch den Bereich zu schlendern: Überall gibt es kleine Souvenirshops, Fotospots und versteckte Details, die man erst beim genauen Hinschauen entdeckt.

Cars Land ist einfach ein Ort, an dem man die Pixar-Filme richtig hautnah erlebt. Ob man nun Fan von Lightning McQueen ist, auf die coolen Attraktionen abfährt oder einfach die Atmosphäre genießen möchte – hier stimmt alles. Man kann locker mehrere Stunden verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt, und es lohnt sich definitiv, sowohl tagsüber als auch abends vorbeizuschauen. Besonders abends, wenn die Lichter alles zum Strahlen bringen, wird der Bereich noch einmal richtig spektakulär.

Disneyland Park – Aufbau & Bereiche

Nachdem ihr jetzt meine Highlights erkunden konntet kommen wir mal zum Grundlegenden:

Wer schon einmal in einem Disneyland war, merkt sofort: Die Parks folgen einem typischen Grundschema – trotzdem hat jedes Resort seine eigenen Highlights.

Direkt nach dem Eingang läuft man durch die Main Street USA. Das ist sozusagen der „rote Teppich“ von Disneyland: eine charmante kleine amerikanische Kleinstadt, wie aus einem Bilderbuch der 20er Jahre. Links und rechts reihen sich hübsche Backsteinhäuser, bunte Fassaden, kleine Shops und Cafés aneinander. Es duftet nach Popcorn und Süßigkeiten, die Musik ist nostalgisch – und am Ende dieser Straße eröffnet sich der erste große Blick auf das Sleeping Beauty Castle. Im Vergleich zu Paris wirkt das Schloss kleiner und niedlicher, aber trotzdem magisch – schließlich ist es das allererste Disney-Schloss überhaupt.

Hinter dem Schloss liegt Fantasyland, die Welt der Märchenklassiker. Hier reihen sich Attraktionen wie Peter Pan’s Flight, Alice in Wonderland oder das weltberühmte It’s a Small World. Alles ist verspielt, detailverliebt und besonders für Nostalgiker ein Muss.

Links von der Main Street geht’s ins Adventureland – für mich einer der spannendsten Bereiche. Schon beim Durchlaufen fühlt man sich mitten in einem tropischen Dschungel: überall Palmen, verwitterte Tempel, geheimnisvolle Sounds. Klassiker wie die Jungle Cruise sorgen für Spaß, noch spektakulärer ist Indiana Jones Adventure, eine Mischung aus Dark Ride und Actionfahrt, bei der man sich wie direkt mit Indy in einer alten Tempelruine fühlt. Adventureland in Anaheim ist definitiv größer und exotischer als in Paris – und einfach „echter“.

Gleich daneben liegt Frontierland, der Wilde Westen mitten in Kalifornien. Holzfassaden, Cowboys, dampfende Mississippi-Raddampfer und natürlich die legendäre Achterbahn Big Thunder Mountain Railroad. Hier kann man super die Atmosphäre aufsaugen und einfach mal am Wasser sitzen, während die Boote vorbeifahren.

Rechts von der Main Street liegt Tomorrowland, futuristisch, glänzend, mit Science-Fiction-Flair. Hier warten Klassiker wie Space Mountain, Star Tours oder Buzz Lightyear Astro Blasters.

Und dann kommt ein richtiges Highlight: Star Wars Galaxy’s Edge – zwischen Fantasyland und Frontierland, völlig eigenständig und nicht Teil von Tomorrowland. Die Welt ist superrealistisch gestaltet, man fühlt sich wie auf einem fremden Planeten. Hier gibt’s die Millennium Falcon: Smugglers Run Achterbahn, Shops wie Savi’s Workshop, wo man sich ein eigenes Lichtschwert bauen kann, und unzählige Details aus der Star-Wars-Galaxie. Für Fans ein absoluter Traum – man taucht komplett ein.

Ein weiteres Highlight ist Mickey’s Toontown, eine quietschbunte Cartoon-Stadt, in der man durch Micky und Minnies Häuser spazieren kann und sich wie in einer Zeichentrickwelt fühlt.

Jeder Bereich ist so detailverliebt gestaltet, dass man wirklich komplett in eine andere Welt versetzt wird – wenige Schritte, und man ist vom tropischen Dschungel mitten im Wilden Westen, nur einen Schritt weiter auf einem fremden Planeten im Weltall. Genau das macht Disneyland Anaheim für mich so besonders.

Club 33 – Disneyland’s geheimes Highlight

Wer richtig tief in die Disney-Magie eintauchen möchte, kommt am Club 33 nicht vorbei. Dieser exklusive Club liegt unauffällig in New Orleans Square und ist nur für Mitglieder zugänglich – eine Art geheimer VIP-Bereich im Park. Eintritt? Nur mit Mitgliedschaft.

Das Besondere: Es ist der einzige Ort im Disneyland Park, in dem man alkoholische Getränke bekommt – so heißt es zumindest offiziell. In der Realität gibt es jedoch öfter mal Bier oder Cocktail-Stationen 😉

Für Disney-Fans ist Club 33 ein absoluter Traum: man sitzt mitten im Park, umgeben von Magie und Geschichte, aber gleichzeitig fühlt es sich an wie ein kleines, luxuriöses Geheimversteck. Ein Erlebnis, das nur wenige erleben dürfen – und daher einen ganz besonderen Status unter den Disneyland-Höhepunkten hat.

Kosten der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft im Club 33 ist mit erheblichen Kosten verbunden:

  • Einmalige Aufnahmegebühr: zwischen 25.000 und 50.000 US-Dollar, abhängig vom Mitgliedsstatus und der Zugehörigkeit zu bestimmten Mitgliedsgruppen.
  • Jährliche Mitgliedsgebühr: zwischen 10.000 und 31.500 US-Dollar.
  • Wartezeit: Die Aufnahme in den Club kann mehrere Jahre dauern, da die Mitgliedszahl begrenzt ist.

Wer kann Mitglied werden?

Mitgliedschaften sind in der Regel auf Einladung oder Empfehlung verfügbar. Zu den Mitgliedern zählen:

  • Prominente: Wie Tom Hanks, Christina Aguilera und Elton John.
  • Unternehmer und Geschäftsleute: Oftmals aus der Umgebung von Südkalifornien.
  • Disney-Fans mit hohem Engagement: Einige Mitglieder haben jahrelang auf eine Aufnahme gewartet.

Gibt es Club 33 auch in anderen Disney-Parks?

Ja, Club 33 ist auch in anderen Disney-Parks weltweit vertreten:

  • Walt Disney World Resort (Florida): Vier separate Clubs in den verschiedenen Themenparks.
  • Tokyo Disneyland: Gegründet 1983.
  • Shanghai Disneyland: Eröffnet 2016
  • Disney California Adventure: Mitglieder haben Zugang zur 1901 Lounge.

Jeder Club hat eigene Mitgliedschaftsbedingungen und -kosten.

Disney California Adventure Park

Direkt neben Disneyland liegt der Disney California Adventure Park, der eine ganz andere Stimmung vermittelt – hier dreht sich alles um Kalifornien, seine Natur, seine Küsten, Hollywood und den Abenteuergeist des Bundesstaates. Schon beim Betreten des Parks merkt man den Unterschied: Es ist moderner, ein bisschen offener angelegt und thematisch viel breiter gefächert als Disneyland.

Am Eingang läuft man über die Buena Vista Street, die die Besucher direkt in das Los Angeles der 1920er Jahre versetzt. Nostalgische Straßenbahnen rollen vorbei, die Häuser wirken wie aus alten Hollywood-Filmen und kleine Shops laden zu ersten Snacks oder Souvenirs ein. Man fühlt sich sofort in eine andere Zeit versetzt, und schon hier merkt man die Liebe zum Detail.

Rechts von der Buena Vista Street liegt Hollywood Land, ein Bereich, der den Glamour und die Filmwelt Kaliforniens feiert. Hier gibt es kleine Attraktionen wie „Monsters, Inc. Mike & Sulley to the Rescue!“ oder die Animation Academy, in der man selbst Disney-Figuren zeichnen kann. Highlight für Adrenalin-Junkies ist Guardians of the Galaxy – Mission: Breakout!, ein Drop-Tower, der sowohl Action als auch Humor bietet. Hollywood Land ist ein Mix aus Entertainment, Filmgeschichte und kleinen spannenden Fahrgeschäften – ideal, um in die Welt von Disney & Marvel einzutauchen.

Ein Bereich, auf den ich mich besonders gefreut habe, war Cars Land. Aber ich glaube, davon habe ich euch bereits genügend berichtet.

Hinter Cars Land befindet sich Pixar Pier, der direkt am Wasser liegt. Hier trifft man auf die beliebten Pixar-Figuren und bunte Attraktionen wie die Incredicoaster, eine Looping-Achterbahn mit The Incredibles-Story, oder Toy Story Midway Mania!, ein interaktives 3D-Spiel, bei dem man Punkte gegen Freunde oder Familie sammeln kann. Das Riesenrad, die Pixar Pal-A-Round, dreht sich majestätisch über die Bucht und bietet tolle Fotomotive. Pixar Pier ist farbenfroh, verspielt und sorgt dafür, dass man sich wie in einer riesigen Pixar-Welt fühlt.

Wer Lust auf Action in der Natur hat, sollte Grizzly Peak nicht verpassen. Dieser Bereich ist eine Hommage an Kaliforniens Berge und Nationalparks. Hier kann man auf dem Grizzly River Run eine Wildwasser-Rafting-Tour unternehmen und sich bei heißen Temperaturen herrlich abkühlen. Die Landschaftsgestaltung mit Felsen, Wasserfällen und Pinien macht den Eindruck perfekt, man taucht richtig in die Natur ein.

Dann gibt es noch Avengers Campus, den Marvel-Bereich des Parks. Hier trifft man Spider-Man, Iron Man & Co., kann interaktive Attraktionen wie WEB SLINGERS: A Spider-Man Adventure erleben oder Guardians of the Galaxy auf einer weiteren Version ihres Drop-Towers treffen. Für Marvel-Fans ist dieser Bereich ein absolutes Muss – die Shows, Figuren und Fahrten sind extrem detailreich und bringen das Superhelden-Feeling direkt in den Park.

Zu guter Letzt sollte man Paradise Gardens Park und das frühere Pacific Wharf nicht vergessen. Während Paradise Gardens mit klassischen Karussells, kleinen Shows und der „Ariel – The Little Mermaid“-Attraktion überzeugt, lädt die Wharf- oder Foodie-Ecke zum Entspannen und Essen ein. Streetfood, Snacks und kleine Spezialitäten sorgen dafür, dass man zwischen den ganzen Attraktionen auch kulinarisch auf seine Kosten kommt.

Insgesamt hat der California Adventure Park ein sehr offenes Layout, das zum Erkunden einlädt. Man spaziert durch die unterschiedlichen Themenbereiche, ohne dass es sich überfüllt oder eng anfühlt. Jeder Bereich erzählt seine eigene Geschichte, vom Retro-Hollywood der 20er über die Pixar-Welten bis zu Kaliforniens Natur und Superhelden-Abenteuern. Besonders toll finde ich, dass der Park einen etwas moderneren, erwachseneren Vibe hat als Disneyland, aber trotzdem den Disney-Zauber nie verliert.

Ein Tag im Park

Boah, also so ein Tag im Disneyland ist echt kein Spaziergang – sondern eher ein kleiner Marathon. Wir hatten uns vorgenommen, uns hauptsächlich auf Attraktionen und Bereiche zu konzentrieren, die es bei uns in Paris nicht gibt. Klingt erstmal nach einem guten Plan, aber die Realität sieht dann doch ein bisschen anders aus: Wenn man schon mal an einer Attraktion vorbeiläuft, die man eigentlich kennt, dann denkt man sich halt „ach komm, die fahren wir auch nochmal schnell“ – und schwupps, ist der Plan dahin.

Zum Glück hatten wir den Lightning Lane Pass, sonst wäre das alles gar nicht möglich gewesen. Ohne den Pass hätten wir bei den Wartezeiten wahrscheinlich höchstens die Hälfte geschafft. Aber auch so: knapp 35.000 Schritte sind wir an dem Tag gelaufen! Da merkt man am Abend schon ordentlich, was man da abgerissen hat.
Zeit für Shows hatten wir zum Beispiel gar nicht mehr – obwohl die bestimmt auch mega gewesen wären. Man will ja zwischendurch auch mal was essen, was trinken und nicht von einer Attraktion zur nächsten hetzen. Ein Tag ist also echt unfassbar stramm und man verpasst zwangsläufig einiges, egal wie gut man plant.

Fazit

Disneyland Anaheim ist für mich ein absolut magischer Ort – schon allein, weil es das allererste Disneyland überhaupt ist. Man merkt an vielen Ecken, dass der Park älter ist, aber genau das macht ihn auch so besonders. Die Mischung aus Nostalgie, ikonischen Klassikern und modernen Erweiterungen wie Galaxy’s Edge oder Cars Land ist einfach unschlagbar.
Trotz der anstrengenden Lauferei und der vollen To-Do-Liste ist es ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Jeder Bereich hat seinen eigenen Charme, die Details sind unfassbar liebevoll umgesetzt und man fühlt sich wirklich, als würde man durch verschiedene Welten reisen. Für Disney-Fans ist Anaheim definitiv ein Muss – auch wenn man am Ende wahrscheinlich sagt: „Mist, ich hätte noch viel mehr sehen wollen.“

Vergleich mit Paris

Und wie schlägt sich nun Anaheim im Vergleich zu Disneyland Paris? Ganz ehrlich: beides hat seinen Reiz. Paris wirkt mit dem Dornröschenschloss viel imposanter und märchenhafter – das Schloss in Anaheim ist dagegen winzig, fast schon niedlich. Aber: es ist eben das Original, das allererste, und das spürt man irgendwie auch.

Die Aufteilung der Bereiche ist recht ähnlich, aber Anaheim hat ein paar echte Alleinstellungsmerkmale: Cars Land gibt’s nur dort, genauso das gigantische Galaxy’s Edge. Das macht Anaheim für Fans nochmal besonders spannend. Paris hingegen wirkt an manchen Stellen moderner und größer – die Attraktionen sind teilweise etwas „neueren Datums“.

Was für mich persönlich aber fast noch wichtiger ist: die Figuren. In Anaheim ist das Treffen von Disney-Charakteren und Autogramme sammeln nochmal ein ganz anderes Level. Man sieht die Figuren viel häufiger und in noch größerer Vielfalt, oft auch einfach mal so beim Durchlaufen im Park. In Paris ist es teilweise richtig schwer, manche Charaktere überhaupt zu treffen – in Anaheim dagegen fühlt man sich wie mitten in einem lebendigen Disney-Film. Für alle, die wie ich gerne Autogramme sammeln oder Erinnerungsfotos mit den Figuren machen, ist das echt ein Riesen-Pluspunkt.

Am Ende würde ich sagen: Paris ist perfekt, wenn man die Disney-Magie regelmäßig erleben will – es ist nah, gut machbar und wunderschön. Anaheim dagegen ist das große Original, das man einmal im Leben unbedingt gesehen haben sollte. Beide Parks sind toll – nur eben auf unterschiedliche Art.